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Japan, ein Jahr nach dem Tsunami

Am 11. März 2011 bebte in Japan die Erde. Über 10 000 Menschen starben, die Verwüstung hinterließ 23 Millionen Tonnen Schutt. Wie sieht es heute dort aus? Wir zeigen euch eine Bilderstrecke mit Fotos, die japanische Kinder im Jahr nach der Katastrophe gemacht haben


Miku Sato (8) blickt auf den Gugunari Strand in der Stadt Ishinomaki. Hier sind bei dem Tsunami 3.144 Menschen ums Leben gekommen. 890 werden immer noch vermisst. (Foto von: UNICEF/ Chihiro Goto)
© UNICEF/ Chihiro Goto
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Miku Sato (8) blickt auf den Gugunari Strand in der Stadt Ishinomaki. Hier sind bei dem Tsunami 3.144 Menschen ums Leben gekommen. 890 werden immer noch vermisst.

Das Zentrum des Erdbebens lag unter dem Meer, vor der Ostküste Japans. Es zerstörte Häuser und Schulen. Doch damit nicht genug: Es folgte eine riesige Welle, ein Tsunami. Sie spülte Schiffe bis weit aufs Land und riss Trümmer mit sich. Schließlich erfasste die Zerstörung auch noch das Atomkraftwerk von Fukushima. Dort trat Radioaktivität aus und machte einen ganzen Landstrich unbewohnbar. Diese dreifache Katastrophe ist nun ein Jahr her. Wir wollten wissen, wie es den Familien vor Ort geht. Dafür lässt man die Kinder am besten selbst erzählen. Und ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte.

Die Fotos, die wir hier zeigen, sind in einem Workshop entstanden. Der italienische Fotograf Giacomo Pirozzi ist für die Kinderhilfsorganisation UNICEF nach Japan gereist und hat die Kinder vor Ort angeleitet. Am ersten Tag, erzählt der Fotograf, haben die Kinder viele Bilder der Trümmer gemacht. Dazu haben sie Sätze aufgeschrieben wie "Hier habe ich früher gespielt." Oder "Ich bin traurig." In den folgenden Tagen hat Giacomo Pirozzi sie ermuntert, ihr heutiges Leben zu dokumentieren und mit Hilfe der Fotos in die Zukunft zu blicken. So sind Bilder von Glücksbringern und Origami-Kranichen entstanden. Denn einer Legende nach können eintausend gefaltete Kraniche einen Wunsch erfüllen...



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