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Erfinderpersönlichkeit im Interview: "Eine technische Revolution wurde ausgelöst!"

Es hat nie stattgefunden - und wäre doch so denkbar gewesen: ein Gespräch mit einer berühmten Erfinderpersönlichkeit. Sie ersann eine ganze Menge, doch ihr Leben drehte sich um eine einzige Maschine. Wisst ihr, wen GEOlino.de auf einen fiktiven Kaffee getroffen hat? Die Auflösung findet ihr ganz am Ende des Interviews


Man sagt, dass Sie besessen waren, eine Technologie zu verbessern, die es eigentlich schon gab. Weshalb?

Schon als kleiner Junge war ich interessiert, geradezu fasziniert, die Natur mit physikalischen Formeln zu erklären. Mein Wissen daraus wollte ich unbedingt anwenden. Zum Beispiel, um Apparaturen für die Seefahrt zu entwickeln oder zu verbessern. Und dann gab es da dieses unvollendete Ungetüm von Thomas Newcomen. Es hatte viel zu wenig Kraft, um die Kohle aus den Gruben zu befördern...


Dazu kommen wir gleich. Vorher noch eine private Frage: Wie gefiel es Ihrer Familie, dass Sie die Nase so sehr in die Bücher steckten?

Zunächst hatte meine Familie wenig dafür übrig, dass ich mich kaum an den Arbeiten auf dem Feld und im Haus beteiligte - stattdessen vergrub ich mich in Literatur und lauschte dem strengen Physiklehrer! Bald aber erkannten meine Eltern meine Neigung zur Welt der Instrumente und Apparate. Mein Vater, er betrieb einen Laden und eine Werkstatt für Navigationsinstrumente, hat mich in meiner Lehrzeit unterstützt, wo er konnte.


Wer ist wohl dieser Denker? (Foto von: picture alliance/Mary Evans Picture Library)
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Wer ist wohl dieser Denker?

Wie haben Sie die Lehrjahre erlebt?

Das war eine einsame Zeit mit wenig Geld. Großbritannien hatte durch den Siebenjährigen Krieg gerade die nordamerikanischen und indischen Kolonien von Frankreich übernommen, doch das hat mich wenig interessiert. Auf meinem Spezialgebiet habe ich furchtbar schnell gelernt, nichts hat mich mehr gefesselt als die feinen mechanischen Apparaturen. Als man mir eine Arbeit an der Universität Glasgow anbot, war ich so glücklich! Fortan habe ich dort als Mechaniker Vorführapparate für Studenten, zum Beispiel Kompasse, repariert.


Und dort an der Uni Glasgow...

... ja (bekommt große Augen)! Es war im tiefsten Winter, da bekam ich eines Tages ein kaputtes Modell dieser einfachen Dampfmaschine von Thomas Newcomen vorgesetzt, um es zu reparieren. Doch die Maschine ließ mich nicht los - unbedingt wollte ich sie verbessern, wollte sie effektiver und leistungsfähiger machen. Das hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen - ich tüftelte und forschte oft sogar nachts, bis...


Langsam, der Reihe nach. Es sollte doch noch mehr als zwei Jahre dauern, bis Sie eine Lösung fanden.

Genau, ausgerechnet auf einem Sonntagsspaziergang erlebte ich den spannendsten und wohl wichtigsten Moment meiner Laufbahn. Immer noch kreisten all meine Gedanken wie verrückt darum - und im Park flog mir die entscheidende Idee zu! Ich musste das Newcomen'sche Modell komplett umkrempeln: Seine Maschine nämlich verlor jede Menge Energie in Form von Wärme, weil der Dampf immer wieder durch den kalten Zylinder abgekühlt wurde. Nun hatte ich die Lösung: Ein kaltes Gefäß außerhalb des Zylinders. Hier verflüssigt sich der Dampf schneller, der Zylinder jedoch bleibt heiß und die Maschine kann doppelt so schnell laufen.



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