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Die wilden Füchse und der Schatz der Wahrheit (Anna Do, 9 Jahre)

Es war Freitag, als ich mit meinen besten Freundinnen in der Schule saß. Sie waren einfach die Besten. Heute gingen Anna und ich gleich nach der Schule zu ihr, um bei ihr zu übernachten. "So meine Schüler, wir werden in der letzten Stunde heute etwas lesen", sagt Frau Hönle, die schon etwas streng guckt, weil alle stöhnten mit "Na toll ...". Diesmal rief sie Anna zum vorlesen auf. Sie behielt nur ihr Buch im Auge. Dann war Lukas dran, der schnell und flink ist. Dann bin ich als Nächste auf ihrer Liste dran. Ich hasse es, wenn sie mich aufruft mit: "Lisa, lies bitte du weiter". Endlich ist Schule aus! "He Ari was machst du denn heute?", fragte Leon aus einer niedrigeren Klasse. Ich gab ihr ein Zeichen aus unserer Geheimschrift damit sie ihn abwehren soll. Und was macht sie? Sie gibt ihm eine Ohrfeige. Seit zwei Jahren ist das her, dass wir die "Die wilden Füchse" sind. Und seit zwei Jahren ist Leon hinter Ari her, wirklich dumm von ihm. "Mädels wo seit ihr denn schon wieder?" "Schnell, sonst wird das Essen kalt", rief Aris Mutter uns zu. Natürlich müssen die "Katzen" kommen, sie waren unsere Bandenfreunde. Aber wir alle konnten kaum im Haus schlafen. So gab es etwas besseres: Ein Zelt. Als wir angekommen waren, bauten wir erst die Zelte auf. "Hoffentlich gibt es keine Nacktschnecken mehr: im Schuh, wenn wir den Schatz ausgraben!", sagte Lina, eine von den Katzen. Endlich war es so weit, es gab zu essen. Und was gab es natürlich? Spaghetti a lá "Wilde Füchse". Nach dem Essen war es soweit. Mariona, Emilio und Hansi (das ist Aris Familie) gingen schlafen. Dann gingen wir mit nackten Füßen und im Pyjama die Treppen herunter. Zur Versicherung schlüpften wir in Gartenschuhe, damit keine Nacktschnecken in sie schlüpfen konnten. Wir gingen noch nicht schlafen, sondern schnappten uns die Schaufel um den Schatz auszugraben. Jeder meinte, dass hinter dem Baum in Aris Garten ein Schatz versteckt sein soll. Darum wollten Katzen und Füchse den Schatz suchen. Jetzt machten wir uns auf den Weg zum Schatz. Aber daraufhin sagte Ari: "Ich fühle mich auf einmal komisch und bin müde." "Ich auch, komm Ari, wir beide gehen ins Zelt und schlafen", gähnte jetzt Helen. Also gingen beide ins Zelt und schliefen. "Also los, nicht so lahm! Hauen wir rein!", sagte ich. Also schaufelten wir immer wieder, bis wir ein Schimmern sahen. Auch wir wurden müde, nur Lina noch nicht. Also machten wir drei uns auf den Weg zum Zelt. Daraufhin Lucia: "Gute Nacht". "Gute Nacht dir", sagte Anna. Nur Lina schaufelte noch. Und plötzlich: Lina hat ihn gefunden! Der Schatz war ganz leicht, dachte sich Lina. Jetzt klappte sie den Schatz auf, doch es war kein Geld darin. Nur eine Rolle. Vorsichtig rollte sie die Rolle aus, da stand: "Wer diese Rolle in der Hand hält, muss die Rolle gut aufbewahren. Nach einigen Tagen wird sie dir die Wahrheit sagen." Glücklich nahm sie die Rolle und ging schlafen. Am Schluss sagte sie noch: "Tja, das Leben ist so." Am nächsten Morgen wachte Lina in ihrem Zimmer auf. "Merkwürdig! Wir haben doch in unseren Zelten geschlafen!", flüsterte sie. Sie stieg aus dem Bett und streckte sich. Da sah sie die Rolle. Sie nahm sie in die Hand und plötzlich fing die Luft in ihrem Zimmer an zu flimmern.

Ihre Freundinnen wollten sie zu Hause abholen, aber Lina war nicht in ihrem Zimmer. Da entdeckte Anna ein kleines Stück Pergament am Boden liegen. Darauf konnte sie nur einen halben Satz entziffern: " folge dem Fluss entlang der unsichtb … Spur, dort wirst du die Wahrheit finden." Anna wusste sofort was los war: Lina hatte den Weg in die Welt der Eulen gefunden, dort wo die ewige Wahrheit zu finden ist. Und von dort ist noch nie jemand zurück gekehrt, oder doch … ???

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