GEOlino.de - So entsteht ein Hörspiel Seite 3 von 4

Für die Kinder ist das Mitwirken bei "Skogland" aber auch richtige Arbeit und auch ein bisschen Stress: Vormittags drücken sie die Schulbank und nachmittags düsen sie zu den Aufnahmen, die bis zum Abend dauern. Nina lebt in Kiel und kommt sogar täglich nach der Schule mit dem Zug angereist. Und obwohl den dreien das Schauspielern großen Spaß macht - mal abgesehen von dem kleine Taschengeld, das sie mit dieser Arbeit verdienen - wollen sie alle nach dem Schulabschluss erstmal einen "richtigen" Beruf erlernen. Ein Leben nur als Darsteller scheint ihnen zu unsicher.



Dilan ist 15 Jahre alt und leiht im Hörspiel "Jarven" ihre Stimme (Foto von: Corinna Sasinka)
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Dilan ist 15 Jahre alt und leiht im Hörspiel "Jarven" ihre Stimme

Schnell noch ein paar Handgriffe

Toningenieur Rudi Grosser richtet den Jugendlichen noch schnell die Mikrofone ein: Er stellt die Stative, an denen die Mikros befestigt sind, auf die richtige Höhe und korrigiert den Poppschutz. Der Poppschutz ist ein mit Nylongewebe bespannter, ringförmiger Rahmen, der verhindern soll, dass unerwünschte Laute und Tonstörungen auf die Aufnahmen gelangen. Dann prüft Rudi noch einmal die Verkabelung und macht zu guter Letzt ein paar Probeaufnahmen, um den Aufnahme-Pegel und den Klang zu bestimmen. Regisseur Achim betritt den "schalltoten" Raum, um mit den Jugendlichen ein letztes mal ihre Texte durchzusprechen.



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Achim und Ilka passen im Regieraum auf, dass sich keine Fehler einschleichen (Foto von: )
Achim und Ilka passen im Regieraum auf, dass sich keine Fehler einschleichen
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Regie und Technik - die Räume

Nun sind alle für die Aufnahmen bereit. Nebenan im Regieraum sitzen Achim und Ilka an einem kleinen Tisch vor den Studio-Lautsprechern. Hinter den beiden sitzt Rudi, an einem riesigen Mischpult. Ein weiterer Raum gehört der Tontechnikerin Gabriele. Sie überwacht die Aufnahmen und entscheidet, ob eine Einspielung wiederholt werden muss. Zum Beispiel, weil der Ton nicht gut war. Alle haben die ganze Zeit über das Manuskript vor sich liegen, um Satz für Satz mitzulesen und einzuschreiten, wenn etwas nicht stimmt. "Und bitte!", ertönt Achims Stimme und die Kinder legen los.

Jetzt wird erst mal geschnitten

Zwei Wochen hat es gedauert, bis alle Sprachaufnahmen zu "Skogland" aufgenommen waren. Jetzt geht es an die Nachbearbeitung. Das Schneiden der Aufnahmen übernimmt Gabriele. Achim und Ilka helfen ihr dabei. Gemeinsam entscheiden sie, welche Version einer Aufnahme die beste ist. Manchmal tricksen sie auch ein bisschen: Dann schneiden sie aus mehreren Aufnahmen einer Szene die besten Stücke, auf Englisch "Takes", heraus und setzten sie wie ein großes Puzzle zu einer Szene zusammen.

Für den Schnitt hat das Team etwa eine Woche Zeit. Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, wie viele Aufnahmen in den vergangenen zwei Wochen zusammengekommen sind. Während des Schneidens werden die einzelnen Szenen zeitlich in die richtige Reihenfolge gebracht. Fertig ist das Hörstück jedoch noch lange nicht:



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