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Hits am laufenden Band
Musikhören ist eines der beliebtesten Hobbys. Wir lauschen den Klängen beim Frühstück, sammeln sie auf CD und lassen uns von unserem MP3-Player beschallen. Ganz selbstverständlich! Dabei war es ein langer Kampf, bis es Tüftlern endlich gelang, Töne einzufangen und danach wieder abzuspielen
Die hohe Kunst, Musik zu speichern
Könnte Giambattista della Porta heute die Jogger an der Hamburger Außenalster sehen, er würde grün werden vor Neid. Kleine Lautsprecher in den Ohren, einen schokoriegelgroßen MP3-Player ans Armband geklemmt, so laufen sie um den See und lauschen dem Sprechgesang der "Fantastischen Vier" oder dem neuen Harry-Potter-Hörbuch.
Töne aufnehmen und abspielen, sooft man will, davon hatte della Porta ein Leben lang geträumt. Im Jahr 1589 beschrieb der italienische Naturwissenschaftler, wie er Wörter in Bleiröhren einfangen wolle: Er würde in das Rohr sprechen, es sofort mit einem Deckel verschließen und hoffen, dass die Sätze wieder herauskommen, wenn er den Verschluss abzöge. Alles, was della Porta jedoch vernahm, war vermutlich das Gelächter seiner Mitmenschen. Kein Pieps kann aus dem Zylinder gedrungen sein - und es sollte noch fast 300 Jahre dauern, bis es zum ersten Mal gelang, Gesprochenes im Originalton festzuhalten.
Die entscheidende Idee wurde 1877 in einem Labor in New Jersey, USA, geboren. Hier saß der Erfinder Thomas Alva Edison über einem Blatt Papier und zeichnete den Entwurf einer "sprechenden Maschine". Edison wusste: Töne sausen als Schallwellen durch die Luft und versetzen nicht nur das Trommelfell in unseren Ohren in Schwingung, sondern auch dünne Häutchen, wie etwa Pergamentpapier. Befestigt man auf diesem schwingenden Papierchen eine Nadel und zieht deren zitternde Spitze über eine Wachsplatte, ritzt sie die Schwingungen als Berg- und Talbahn in das Wachs. Edison rätselte: Ließe sich das nicht auch umkehren? Das heißt, die so entstandene Rille wieder zurück in Töne verwandeln?
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