GEOlino.de - Filmdreh Seite 1 von 3
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Erzählt bewegte Geschichten!

Kinofilme, Fernsehserien, Videos auf YouTube... Geschichten, die mit bewegten Bildern erzählt werden, gibt es heute in Unmengen. Bis ein Film - auch einer von nur fünf Minuten Länge - gedreht ist, braucht es Zeit. Auf GEOlino.de erfahrt ihr, welche Schritte von der Filmidee bis zu einem fertigen (Kurz-)Film nötig sind. Außerdem stellen wir euch Kurzfilmwettbewerbe vor, bei denen ihr unsere Tipps gleich anwenden könnt


Um eine Idee in Bildern lebendig werden zu lassen, müsst ihr vor allem gut organisiert sein. Wir haben die wichtigsten Schritte einer Kurzfilmproduktion für euch zusammengetragen:


Setzt eure Bilder in Szene (Foto von: Dieter Roeseler/laif)
© Dieter Roeseler/laif
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Setzt eure Bilder in Szene

Kein Film ohne Filmidee

Bevor ihr Kamera und Tonangel (ein an einer Stange befestigtes Mikrofon) zur Hand nehmt, solltet ihr wissen, worum es in eurem Film gehen soll: Welche Geschichte wollt ihr erzählen? Bei ausgeschriebenen Wettbewerben ist häufig ein Thema oder eine Auswahl von Themen vorgegeben. Um dazu eure eigene Filmidee zu finden, ist Brainstorming eine gute Hilfe. Tragt zusammen, was euch spontan zu dem Thema in den Sinn kommt, und schreibt es auf. Diskutiert dann, welche dieser Gedanken ihr für originell, aber - ganz wichtig - auch für realisierbar haltet.


Ein Drehbuch muss her

Sobald ihr euch auf eine Idee geeinigt habt, heißt es: Drehbuch schreiben! Erst wenn ihr wisst, worum genau es in eurem Film gehen soll, könnt ihr weitere Entscheidungen treffen. Also: Was genau passiert in dem Film? Wo soll gedreht werden? In einem Drehbuch sollte festgehalten werden:

- was in den einzelnen Szenen geschieht
- wo sich eine Szene abspielt (innen oder außen?)
- zu welcher Tageszeit
- welcher Ton, also angefangen bei den Dialogen über Geräusche bis hin zur Musik, zu hören ist
- und welche Requisiten ihr braucht.


Für euer erstes Filmprojekt reicht es, diese Dinge ganz grob zu halten. Was ein gutes Drehbuch unbedingt braucht, ist ein Spannungsbogen! Um diesen zu "spannen", nutzen Drehbuchautoren in der Regel folgendes Muster:


Es gibt eine Exposition (Einführung)
Diese Fragen solltet ihr euch stellen: Was ist die Ausgangslage der Handlung? Welche Charaktere gibt es? Wo befinden sie sich und was ist ihre Vorgeschichte?

Die Handlung entwickelt sich
In welcher Beziehung stehen die vorgestellten Akteure zueinander? Was passiert als nächstes: Welche Konflikte und Veränderungen ergeben sich?

Die Zuspitzung des Konflikts (Höhepunkt)
Was geschieht mit der Hauptfigur?

Wende in der Handlung
Wie soll die Handlung verlaufen? (Happy End?)

Die Auflösung (Schluss)
Wie lässt sich der Konflikt auflösen? Gibt es ein glückliches oder ein unglückliches Ende?


Was die Dialoge angeht, so ist es nicht nötig, diese ganz exakt vorzugeben. Viel wichtiger ist, dass die Formulierungen möglichst authentisch sind.

Wenn euer Filmprojekt über mehrere Wochen verteilt ist, bietet sich außerdem ein Drehplan an, in dem ihr festhaltet, an welchen Tagen welche Szenen gedreht werden. Welche Drehorte für welchen Tag organisiert werden müssen, welche Personen auftreten und so weiter.



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