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Text von Luise Heine

Computersicherheit, Teil 2: Warum Phishing tatsächlich etwas mit Angeln zu tun hat

Ohne E-Mails kann man sich das Leben heutzutage gar nicht mehr vorstellen. Schnell und unkompliziert ist der virtuelle Briefverkehr, aber leider – wie so vieles – nicht ganz ungefährlich. Spam, Phishing und Hoax sind dabei wichtige Begriffe. Kennt ihr nicht? Dann weiterlesen!


Spam nervt

Ein ganz normaler Tag im E-Mail-Postfach: Neben einer Nachricht von guten Freunden erwarten euch noch zahlreiche andere Mails, von deren Absender ihr noch nie gehört habt. Die Betreffzeilen der Mails sind meistens mit englischen Wörtern gefüllt und versprechen unter anderem: Reichtum und günstige Angebote. Solche unerwünschten Werbe-E-Mails nennt man „Spam“. Spam-Mails sind nicht nur lästig, sie verstopfen auch die Datenwege des Internets und machen es langsamer.


Woher kommt der Name eigentlich?


 (Foto von: Sanford/Agliolo/CORBIS)
© Sanford/Agliolo/CORBIS
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Für den Namen ist wahrscheinlich eine englische Komikertruppe namens "Monthy Python" verantwortlich. Die hatten in einem Sketch gezeigt, wie ein Gast im Restaurant versucht, etwas anderes als "Spam" zu bestellen. So heißt in Amerika nämlich eine Dosenfleischmarke. Er hat aber Pech, weil es auf der Karte nur verschiedenste Variationen von „Spam“ zu essen gibt. Er würde also immer ein Gericht mit "unerwünschtem" Inhalt bekommen.


Woher haben die meine Adresse?

Die Spam-Mails erreichen euch aus der ganzen Welt. Aber woher weiß der Typ in Amerika bloß eure E-Mail-Adresse? Kann gut sein, dass ihr sie ihm selber verraten habt. Zum Beispiel, wenn ihr mal bei Gewinnspielen oder ähnlichen Aktionen teilgenommen habt, bei denen ihr eure Adresse angeben musstet. Aber die "Spammer" durchsuchen das Internet auch mit speziellen Programmen, um dort nach E-Mail-Adressen zu fahnden. Oder aber sie probieren mit Hilfe eines anderen Programmes alle möglichen Namenskombinationen aus und überfluten sie dann mit ihren Werbe-E-Mails. Dazu muss man sagen, dass es eigentlich verboten ist, ohne schriftliches O.k. von euch Werbung an euch zu senden. In der Praxis ist es aber sehr schwer, jemanden zu belangen, der die Mails von irgendwo auf der Welt an euch versendet.


Wie kann ich mich schützen?

Seid ihr einmal im Adressbuch der Spammer, ist es sehr schwer, seinen Account wieder Spam-frei zu bekommen. Es gibt zwar Filter, die ihr, je nach Mailprogramm, davor schalten könnt. Oft genug kommen dann aber auch erwünschte E-Mails nicht mehr an. Das Beste ist also vorzubeugen.


So schützt ihr euch:

  • Wenn ihr euch eine neue E-Mail-Adresse einrichtet, wählt dort einen möglichst originellen Namen, der nicht einfach durch euren Vor- und Nachnamen zu erraten ist.
  • Gebt eure E-Mail-Adresse im Internet möglichst nie an
  • Es empfiehlt sich, sich eine Zweitadresse zuzulegen. Die kann man dann bei Bestellungen, oder Foren, Messenger etc. angeben. Die andere ist für den persönlichen Mailverkehr bestimmt.
  • Antwortet nie auf Spam-Mails!



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