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Beruf: Fotograf
Isst du gern Reis mit Ameisen? Schläfst du selbst in Gesellschaft von Ratten und Kakerlaken gut? Hast du Spaß daran, stundenlang platt auf dem Bauch vor einem Kuhfladen zu liegen? Wenn du wenigstens eine dieser Fragen mit ja beantwortet hast, dann gratulieren wir: Du hast den ersten Eignungstest zum GEO-Fotografen bestanden (GEO, das ist so etwas wie GEOlino für Erwachsene).
Jetzt könntest du eigentlich sofort losreisen. Mit einer Karawane durch die Sahara. Mit See-Nomaden durchs Südchinesische Meer. Oder über die Gletscher von Grönland. Für GEO fotografieren, das bedeutet: Viele und weite Reisen zu machen, fremde Länder und ungewöhnliche Menschen kennenzulernen.
Wahnsinns-Fotos und merkwürdiges Essen
Das klingt alles toll - und ist es meistens auch. Der Haken ist nur: Du musst unterwegs Fotos machen. Und zwar solche, bei denen man, wenn man sie anguckt, sofort "Wahnsinn!" ruft. Um solche Wahnsinns-Fotos hinzukriegen, braucht man zunächst mal eine gute Fotoausrüstung. Die kann bis zu 30 Kilo wiegen. All diese Kilos muss ein Fotograf ständig mit sich herumschleppen, auch im Schneesturm oder bei 40 Grad im Schatten.
Empfindlich darf man eben nicht sein: Wer an fremde Orte reist, kriegt zum Beispiel oft ungewöhnliche Dinge serviert. Etwa Ameisenreis oder geviertelte Äffchen. Aber igitt! sagen und den Teller wegschieben geht oft nicht: Dann sind die Gastgeber beleidigt, und die will man schließlich fotografieren.
Fotografen-Lehre oder Studium
Es gibt übrigens viele Wege, Fotograf zu werden: Ein guter Einstieg ist, als Lehrling in einem Fotografenstudio den Umgang mit Kameras oder Belichtungszeiten zu lernen. Ihr könnt Fotografie auch an Hochschulen und Akademien studieren.
Quer durch Deutschland
Sehr bekannt sind die Studiengänge der Universität Essen und der Fachhochschulen in Dortmund und Bielefeld. Der Lette-Verein Berlin und die Staatliche Fachakademie für Fotodesign in München bieten sehr gute dreijährige Ausbildungen an. Ohne Realschulabschluss kommt man da allerdings nicht hin...
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