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Redewendung Auf dem Kerbholz haben

Kerbholz, Holz, Holzstab, Zahnstocher
© Colourbox

Hat sich jemand was zuschulden kommen lassen, dann nennt man das häufig umgangssprachlich auch "Er hat was auf dem Kerbholz".

Bis ins 18. Jahrhundert verwendeten Händler so genannte Kerbhölzer. Das waren Holzstäbe, die in der Mitte gespalten wurden. Wenn nun jemand etwas kaufte, was er nicht sofort bezahlen konnte, wurden in beide Hälften Kerben geritzt. Und zwar so viele, wie er Schulden hatte. Die eine Hälfte bekam der Käufer, die andere der Verkäufer. Und beide wussten nun, wie viel der Käufer noch "auf dem Kerbholz" hatte. Also, was er dem Verkäufer noch schuldete.


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