Tiere Temperatur-Tricks

Die Körpertemperatur richtig einzustellen kostet Säuger eine Menge Energie. Zum Glück gibt es ein paar Tricks, die ihnen das Leben erleichtern
In diesem Artikel
Anpassungen an kalte Temperaturen:
Anpassungen an heiße Temperaturen:

Anpassungen an kalte Temperaturen:

Fluffiges Fell

Der Polarfuchs hat für jede Jahreszeit das passende Kleid parat: für den Sommer ein luftiges braunes Fell. Im Winter hat er ein dickes weißes; sogar die Sohlen der Pfoten sind damit umgeben. Im Frühjahr und im Herbst trägt er Übergangsfelle. So ist der flinke Fuchs stets gut getarnt und an die Temperaturen des Jahres angepasst. Bemerkenswert ist vor allem das Winterfell: Zwischen den weißen Haaren knäult sich zusätzlich eine dicke Unterwolle. Darin sammelt sich vom Körper angewärmte Luft, die sich wie eine Schutzhülle um den Fuchs legt. Selbst bei Temperaturen von unter minus 50 Grad Celsius friert das kleine Raubtier darum nicht.

Temperatur-Tricks

Im Winter trägt der Polarfuchs ein dickes, weißes Fell, anders als im Sommer

Schützende Fettschicht

Wenn ein Südlicher Seelefant im eiskalten Wasser des Südpolarmeeres Fische und Kalmare jagt, friert er kein bisschen – nicht mal in über 1000 Meter Tiefe. Das verdankt er seiner bis zu 15 Zentimeter dicken Speckschicht. Fett dämmt nämlich und schützt das Innere des Robbenkörpers vor der Kälte des Wassers. Dieser Schutz lässt die Waage allerdings ganz schön ausschlagen: Ein sechs Meter langer Bulle kann bis zu 3000 Kilogramm wiegen.

Anpassungen an heiße Temperaturen:

Kühlendes Hecheln

Temperatur-Tricks

Beim Hecheln verdunstet Flüssigkeit auf der Zunge und sogar in der Luftröhre

Wird es dem Hund zu heiß, öffnet er sein Maul, lässt die Zunge heraushängen und – hechelt. Die Anzahl seiner Atemzüge verzehnfacht sich von etwa 30 auf 300 pro Minute. Auf der Zunge, ja sogar in der Luftröhre verdunstet dann Flüssigkeit. Mit ihr geht die angestaute Wärme verloren. Gut so, denn schwitzen kann ein Hund nicht. Allzu große Hitze hält der vierbeinige Gefährte deshalb kaum aus.

Heiße Ohren

Wo er lebt, geht’s heiß her: Der Eselhase hoppelt durch die Halbwüsten und Steppen Nordmexikos und der USA, wo die Temperaturen auf bis zu 40 Grad Celsius klettern. Schwitzen kann auch dieses Tier nicht. Zum Glück helfen ihm seine bis zu 13 Zentimeter langen Lauscher dabei, hier cool zu bleiben. Die nämlich sind kaum behaart, dünn und kühlen daher schnell ab. Ist ihm heiß, pumpt das Häschen möglichst viel Blut durch die Ohren. Dort sinkt die Temperatur des Lebenssaftes rasch ab, und dem Hasen ist nicht mehr ganz so heiß.

Erfrischender Schweiß

Traben, galoppieren, springen: Kommt ein Pferd in die Hufe, wärmt sich sein Körper auf. Damit dieser nicht überhitzt, schaltet er auf Kühlung: Die Poren der Haut weiten sich, Flüssigkeit quillt heraus und benetzt das Fell – das Pferd schwitzt, genau wie wir Menschen. Und wozu? Der Schweiß verdunstet. Diese Umwandlung kostet Wärmeenergie – und genau die will das Pferd ja loswerden.

Temperatur-Tricks

Pferde schwirtzen wenn ihnen zu warm ist - das ist wie bei uns Menschen

GEOlino-Newsletter
nach oben