Griechische Mythologie Die Sage des Herakles

Der Sohn des Zeus ist der größte aller griechischen Helden. Herakles besteht mehr Abenteuer als alle anderen und ist so stark, dass er sogar Götter im Zweikampf besiegt. Doch auch dieser Supermann muss leiden. Denn der Muskelprotz hat eine mächtige Feindin, die ihn bis aufs Blut hasst...
Herakles im Kampf mit dem Löwen

Nämlich Hera, die Gattin des Zeus. Die ist sauer, dass ihr Mann mit der schönen Alkmene rumgeturtelt hat, und lässt ihre Wut am Sohn der beiden aus – eben an Herakles. Schon kurz nach der Geburt schickt sie ihm zwei Schlangen, die sich um seinen Hals ringeln. Doch das Baby zerquetscht sie mit einem Handgriff!

Da wissen alle: Der Knirps wird ein Held! Und so kommt es: Kaum erwachsen, säubert Herakles das Land von Löwen, Tyrannen und Riesen. Doch bald schlägt Hera wieder zu: Sie verwirrt ihm die Sinne, und er tötet im Wahn seine Frau Megara und die Kinder! Traurig trottet Herakles zu Eurystheus. Denn das Orakel von Delphi hatte ihm prophezeit, dass er dem König von Mykene dienen müsse, wenn er unsterblich werden wolle.

Die 12 Aufgaben des Herakles

Eurystheus schickt Herakles zu zwölf Jobs, die ihn endgültig berühmt machen: Er erlegt den Nemeischen Löwen und tötet die neunköpfige Hydra. Der wachsen für jeden abgeschlagenen Kopf zwar zwei neue, doch der Spuk hört auf, als Herakles’ Neffe Lolaos die Stümpfe mit Feuer ausbrennt. Herakles fängt die Hirschkuh Kerynitis und den wilden Eber von Erymanthos und säubert die Ställe des Augias, indem er einen Fluss umleitet, der den Mist wegschwemmt. Genial!

Dann verjagt er die Stymphaliden, Vögel mit pfeilartigen Federn, fängt auf Kreta einen Stier, bringt menschenfressende Stuten von Thrakien nach Mykene und entreißt der Amazonenkönigin Hippolyte ihren Gürtel. Er bezwingt den Riesen Geryones und holt die Äpfel der Hesperiden. Ächz! Und zum Schluss entführt er den dreiköpfigen Höllenhund Zerberos aus der Unterwelt.

Viele Taten folgen, bis der Unbesiegbare stürzt – durch seine Frau Deianira! Die ist nämlich eifersüchtig. Und der niederträchtige Zentaur Nessos macht ihr weis, dass ihr Gatte treu sei, wenn sie sein Hemd mit seinem, Nessos’, Blut tränke. Als Herakles das Hemd überzieht, schreit er vor Schmerz. Denn das Blut ist kein Liebeselixier – sondern hochgiftig! Herakles leidet unendlich. Sterben kann er nicht, weil er inzwischen unsterblich ist. Endlich lässt Zeus Gnade walten und holt ihn auf den Olymp zu den Göttern. Hier versöhnt sich der Held auch mit Hera.

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