Kinotipp: HOP - Osterhase oder Superstar


Junghase E.B. soll die Nachfolge als Osterhase antreten. Blöd ist nur: eigentlich will E.B. Rockstar werden! Mit Trailer und Gewinnspiel

Inhaltsverzeichnis

Wir haben es doch immer gewusst! Unter der Oberfläche der Osterinsel befindet sich die geheime Bleibe des Osterhasen (gesprochen von Wolfgang Stumph). Hier stellen Küken all die Leckereien, die zu Ostern an Kinder in der ganzen Welt verteilt werden, her. Als einziger Sohn des Osterhasens ist es E.B. (gesprochen von Alexander Fehling) bestimmt, die Verantwortung seines Vaters mit der Übernahme des magischen „Ei des Schicksals“ zu übernehmen. E.B. aber spielt leidenschaftlich gerne Schlagzeug und träumt von einer Karriere als Rockstar. Als sein Vater ihm das Getrommel schließlich verbieten will, fasst sich der Junghase ein Herz und reißt aus.

Das offizielle Filmplakat zu "HOP - Osterhase oder Superstar"
Das offizielle Filmplakat zu "HOP - Osterhase oder Superstar"
© Universal Pictures

E.B. will sein Glück in Hollywood versuchen. Doch die Traumkarriere beginnt erstmal mit einem herben Rückschlag, als E.B. vor das Auto des Taugenichts Fred (James Marsden) läuft. Der notorische Faulenzer lässt sich überreden, den kleinen Hasen eine Weile bei sich unterzubringen. Dankbar richtet sich E.B. häuslich bei Fred ein und bringt dessen Leben gehörig durcheinander – diverse Reibereien bleiben nicht aus. Schließlich raufen sich beide zusammen, denn es gibt schlechte Nachrichten von der Osterinsel: Das Vorarbeiter-Küken der Fabrik, Carlos (gesprochen von Detlev Buck), hat zusammen mit den anderen Küken eine Revolution angezettelt und das „Ei des Schicksals“ an sich gebracht. Damit ist das ganze Osterfest in Gefahr! E.B. und Fred müssen zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen, um die machthungrigen Küken zu besiegen und damit Ostern zu retten.

Kampf der Knuddeltiere

„HOP – Osterhase oder Superstar“ verwendet ein beliebtes Rezept der Filmindustrie: Der Film nimmt sich ein beliebtes Familienfest und einen Mythos zum Anlass, Kinder und Eltern zum Familienspaß ins Kino zu locken. Neben der Idee wurden auch diverse Erfolgsmuster der Weihnachtsfilme übernommen. Was dem Weihnachtsmann die Wichtel, sind dem Osterhasen die Küken.

Mit Tim Hill („Alvin und die Chipmunks“)wurde dafür ein echter Spezialist in der Mischung von Trick- und Realfilm als Regisseur gewonnen. Auch der Produzent, Chris Meleandri, hat Erfahrung vorzuweisen: er produzierte unter anderem letztes Jahr den Hit „Ich – Einfach unverbesserlich“. Die gemeinsame Erfahrung verschmilzt im Film, der technisch perfekt gelungen ist. Die Verschmelzung der realen und der digitalen Welt verläuft reibungslos, die Animationen der Tiere sind hinreißend und die Präsentation lässt auch keine Wünsche offen. Besonders die knuddelige Darstellung von Hasen und Küken ist entzückend.

Trotz der bestechenden Optik schwächelt der Film in der Entwicklung der Geschichte. Das Publikum wird zwar mit einer Fülle von Ideen und Überraschungen konfrontiert, allerdings scheinen einige Ansätze nicht zu Ende gedacht. So geht der Plot vom gefährdeten Osterfest fast unter, die Rebellion E.B.s (übrigens die Abkürzung von „Easter Bunny“ – deutsch: „Osterhase) und die sich entwickelnde Freundschaft zu Fred tritt zu sehr in den Vordergrund. Das ist zwar ebenfalls sehenswert, aber eben auch schade um die eigentliche Idee.

Hop - Osterhase oder Superstar
Hop - Osterhase oder Superstar
© Universal Pictures

Tim Hill muss man zugute halten, dass die Geschichte trotzdem recht geradlinig erzählt wird. In „HOP – Osterhase oder Superstar“ gibt es keine Liebesgeschichte und nur selten belehrende Szenen. Erfreulichweise wurde der Film nicht in 3D produziert. Dieser Effekt hätte die schöne Optik eher verschlechtert als verbessert.

Die menschlichen Schauspieler machen ihre Sache gut. Paradox ist, dass sie fast unnatürlicher als ihre digitalen Kollegen wirken. Neben James Marsden („X-Men“) treten auch Kaley Cuoco („The Big Bang Theory“) und David Hasselhoff auf. In der deutschen Synchronisation überzeugt E.B.-Sprecher Alexander Fehling. Detlev Buck, der das Küken Carlos mit einem spanischen Akzent spricht, wirkt dagegen eher albern.

Fazit

„HOP – Osterhase oder Superstar“ ist als erster, echter Osterfilm beinahe rundum gelungen. Mit toller Optik, guten Witzen und knuddeligen Stars überzeugt der Film. Über kleinere Schwächen kann man getrost hinwegsehen.

„HOP – Osterhase oder Superstar“ – seit dem 31. März im Kino!

GEO-Fallback-Bild

Der Sieger des Gewinnspiels ist Stephan W. aus Hamburg. Er kann sich über ein echtes Kinderschlagzeug zu "HOP – Osterhase oder Superstar" freuen. Herzlichen Glückwunsch!

Kinotipp: HOP - Osterhase oder Superstar


Mehr zum Thema