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Datenretter

Laptop verbrannt? Computer ins Wasser gefallen? - Es gibt Spezialisten, die retten Computer-Daten auch nach den schlimmsten Katastrophen. Lest hier mehr über diese spannende Arbeit


"So ein Mist! Schon wieder ein Dokument gelöscht, das eigentlich noch gebraucht wird!" Kennt ihr das auch? Meistens kann man dann ja doch auch noch ohne das Dokument auskommen - aber stellt euch mal vor, dass das bei einer großen Firma passiert. Wenn ein Unglück wie ein Feuer oder Wasserschaden die Computer zerstört und viele wichtige Dateien verloren gegangen sind. Das kann ganz schön schlimme Folgen haben!

Aber dafür gibt es Experten, die beschädigte Daten wieder beschaffen können - und zwar indem sie auf den Computern nach Einsen und Nullen suchen.


Dieser Laptop hat eine Hitze von mehreren Hundert Grad Celsius ausgehalten (Foto von: Hans Hansen)
© Hans Hansen
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Dieser Laptop hat eine Hitze von mehreren Hundert Grad Celsius ausgehalten

Einsen und Nullen

Auf der Festplatte eines Computers werden die Daten in einem so genannten Binärcode gespeichert. "Binärcode" heißt, dass die Nachrichten in zwei Symbolen dargestellt werden. Im Fall des Computers sind das die beiden Symbole 1 und 0, denn daraus werden die Daten zusammengesetzt, die im Computer verarbeitet werden. Auf der Festplatte wird dann alles in langen Zahlenreihen gespeichert - die Reihe "01000001" zum Beispiel steht für ein A. Und wenn ihr auf eurer Tastatur ein G tippt, dann wird das als "01000111" ausgelegt und abgespeichert. Riesig lange Zahlenkolonnen geben so ganze Textdokumente wieder. Aber auch Musik-, Foto- oder Filmdateien werden auf diese Weise im Computer gespeichert.


Festplatte kaputt?

Ist die Festplatte beschädigt worden, öffnet ein Spezialist das Gehäuse. Dabei muss er aber ganz vorsichtig sein, damit die kaputten Stellen nicht noch mehr zerstört werden. Deshalb sind einige Vorbereitungen wichtig: Der Techniker zieht einen weißen Kittel an und steigt in Arbeitsschuhe mit antistatischer Sohle - damit sich die Schuhe nicht elektrisch aufladen können. Außerdem verbindet er sein Handgelenkt noch durch ein Kabel mit dem Tisch und ist damit geerdet. Durch diese Vorsichtsmaßnahmen soll verhindert werden, dass ein elektrischer Strom vom Menschen auf die Festplatte überspringt; denn schon ein kleinster Stromstoß könnte die noch funktionierende Elektronik beschädigen.


Alles muss sauber gemacht werden

Das Gehäuse der Festplatte öffnet der Techniker dann mit einem Schraubenzieher. Damit auch wirklich kein noch so kleines Staubkörnchen in das Innenleben des Rechners eindringen kann, wird der Raum mit gefilterter Luft versorgt - so ist alles garantiert staubfrei, damit der Computerexperte die Festplatte erforschen kann. Zuerst macht er alle schmutzigen Bauteile sauber. Dazu benutzt er hochkonzentrierten Alkohol und andere Spezialreiniger, die schnell verdunsten und die Platten nicht angreifen.

Alle Teile, die kaputt sind, ersetzt er durch neue. Und er kennt natürlich auch einige Tricks: Ist zum Beispiel eine Festplatte aus Versehen ins Wasser gefallen, darf sie auf gar keinen Fall getrocknet werden, weil sie sonst rostet. Der Rost greift die Magnetplatte dann so sehr an, dass die Daten für immer verloren sind. Deshalb muss eine nass gewordene Platte immer schön feucht gehalten werden. Erst im Labor wischen die Spezialisten sie dann trocken und bringen die Daten in Sicherheit.



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