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World Press Photo 2009: Dritter Preis für Tierfotografen

Die Fotografen Heidi und Hans-Jürgen Koch haben ein Herz für Tiere, die es nicht im Streichelzoo zu sehen gibt. Für ihre preisgekrönte Serie "Augen-Blicke" haben sie Frösche, Krokodile und Spinnen ganz nah vor die Linse genommen...


Heidi und Hans-Jürgen Koch im Zoo (Foto von: Heidi und Hans-Jürgen Koch)
© Heidi und Hans-Jürgen Koch
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Heidi und Hans-Jürgen Koch im Zoo

Heidi und Hans-Jürgen Koch haben den unterschiedlichsten Kreaturen der Tierwelt tief in die Augen geschaut. Was sie in den Facetten, Sensorenzellen und Pupillen gefunden haben, zeigt ihre Foto-Reihe "Augen-Blicke". Von über 5000 Bewerbern gewann ihre Reihe dieses Jahr den dritten Preis des World Press Photo-Wettbewerbs in der Kategorie "Natur". GEOlino.de traf das erfolgreiche Ehepaar zu einem Gespräch unter sechs Augen...


Herzlichen Glückwunsch: Wie kamen Sie auf die gute Idee, die Augen der Tiere von ganz nah zu fotografieren?

Heidi Koch: Wir mögen die Nähe zum Tier. Mit der Kamera gehen wir gerne ganz nah ran. Da waren die Augen der Tiere irgendwann einmal fällig.

Hans-Jürgen Koch: Außerdem fanden wir es spannend, dass die Augen von Tieren plötzlich aussehen wie Landschaften, wenn man sie von ganz nah betrachtet.


Sie haben zum Beispiel die Augen von Elefanten, Krokodilen und Vögeln fotografiert. Wie haben Sie die Tiere ausgewählt?

Heidi Koch: Wir haben die Tiere nach zwei Kriterien ausgesucht: Einmal sollten die Bilder optisch interessant sein, wie zum Beispiel das rot umrandete Auge des Hornraben. Und dann sollte die Auswahl der Tiere einen Querschnitt durch die Evolution zeigen.

Hans-Jürgen Koch: Genau. Die Bilder sollten die Entwicklung der Augen darstellen. Also von ganz schlichten Augen, wo nur ein paar Sinneszellen auf einem Flecken zusammenliegen, bis hin zu sehr komplexen Augen mit mehreren Linsen.


Die Bilder entstehen also schon in Ihren Köpfen, bevor Sie den Auslöser Ihrer Kamera drücken?

Heidi Koch: Ja, das ist eigentlich immer so. Wir wissen vorher schon immer sehr genau, was wir fotografieren wollen.

Hans-Jürgen Koch: Heute ist es sehr wichtig, dass man die Tiere aus einem interessanten Blickwinkel fotografiert. Es reicht nicht mehr, einfach nach Afrika zu fahren und ein exotisches Tier zu knipsen. Das macht ja inzwischen jeder Urlauber.



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