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Rätsel des Lebens

Wolltet ihr schon immer mal auf einem Segelschiff die Welt umrunden? In der neuen 3D-Show im Planetarium Hamburg wird euer Traum jetzt Wirklichkeit


Die HMS Beagle (Foto von: Mirage 3D/Planetarium Hamburg)
© Mirage 3D/Planetarium Hamburg
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Die HMS Beagle

Naturforscher aufgepasst! Seit kurzem bietet der hohe Norden eine große Entdeckungstour. Das Hamburger Planetarium feierte kürzlich die Europapremiere der 3D-Show "Rätsel des Lebens - Darwins große Reise".

Die 3D-Brillen sitzen fest auf den Nasen und die Rückenlehnen der Sessel sind zurückgeklappt? Der Sitznachbar ist der richtige Gefährte für eine Weltreise? Dann kann es losgehen! Die große Sternenkuppel des Planetariums verdunkelt sich und die Expedition an der Seite von Charles Darwin kann beginnen…


Wer war eigentlich Charles Darwin?

Charles Darwin zählt zu den bedeutendsten Naturforschern in der Geschichte der Menschheit. Im 19. Jahrhundert wurde der britische Biologe durch seine Evolutionstheorie bekannt und sollte in der Zukunft das Weltbild nachhaltig beeinflussen. Im Alter von nur 22 Jahren ging Darwin 1831 an Bord des Segelschiffs HMS Beagle, um mit dem Kapitän Robert Fitzroy die Welt zu erkunden. Auf der fünfjährigen Reise sammelte er wertvolle Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt. Nach der Rückkehr veröffentlichte Darwin seine Erkenntnisse über die Artenvielfalt, die er mit seinen Theorien über die Anpassung an den Lebensraum und die natürliche Selektion zu erklären versuchte. In der spannenden Planetariumsshow nimmt Charles Darwin den Zuschauer mit auf seine große Expeditionsreise, die ihm zum Durchbruch als Wissenschaftler verhalf.


An Bord der HMS Beagle

Die Reise beginnt mit einem Flug über die Wiesen und Felder Englands im 19. Jahrhundert. Ziel ist das südlich von London gelegene Down House, in dem Darwin die letzten vierzig Jahre seines Lebens verbrachte. In seinem Arbeitszimmer scheint alles zum Greifen nah. Fast entsteht das Gefühl, das eigene Gesicht spiegele sich in den Gläsern auf seinem Schreibtisch. Und schon schwebt man in das Innere eines Buddelschiffs.


Umgeben von einem Fischschwarm (Foto von: Mirage 3D/Planetarium Hamburg)
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Umgeben von einem Fischschwarm

Im Handumdrehen verwandelt sich das Modell in die HMS Beagle. Die Wellen tosen, die Segel wehen, die Masten knarren – alle Sinne werden angesprochen. Umgeben von dem Kreischen der Möwen und mystischen Klängen beginnt die Reise ins Ungewisse.

Gerade noch auf dem Schiff, taucht der Zuschauer plötzlich in das tiefe Blau des Ozeans. Einzelne Sonnenstrahlen treffen auf den Meeresboden und lassen die Farben der bunten Unterwasserwelt schimmern. Inmitten eines riesigen Fischschwarms geht es vorbei an Korallenriffen und seltenen Pflanzen. Immer wieder taucht ein Seestern vor den Augen auf - und wer genau aufpasst, entdeckt das fast verborgene Seepferdchenpärchen.


Einzigartiges Galápagos

Die Reise geht weiter. Im Pazifischen Ozean steuert der Zuschauer auf die Galápagos-Inseln zu. Bei Sonnenaufgang sonnen sich Iguanas auf dem schwarzen Lavagestein der Felsküste.

Doch Darwin interessiert sich für die Blaufußtölpel. Schon von Weitem sind die Balzrufe der Männchen zu hören, die aufgeregt vor ihrer Partnerin tanzen. Sie schaut nur auf die Füße. Je blauer sie sind, umso attraktiver ist das Männchen für sie! Auffordernd blickt der Vogel in die Augen des Besuchers, als wolle er auch ihn mit seiner Farbenpracht überzeugen.


Eine Riesenschildkröte auf den Galápagos-Inseln (Foto von: Mirage 3D/Planetarium Hamburg)
© Mirage 3D/Planetarium Hamburg
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Eine Riesenschildkröte auf den Galápagos-Inseln

Durch das frische Grün des saftigen Rasens nähert er sich den Riesenschildkröten. Wusstet ihr, dass Darwin nur anhand ihrer Panzer erkennen konnte, von welcher der Galápagos-Inseln sie stammen?

Langsam neigt sich die Reise dem Ende zu. Auf dem Weg dorthin klettert der Planetariumsbesucher noch einmal an die Spitze eines verschneiten Berges. Hoch über den Wolken blickt er an der Seite des jungen Darwin über die Anden. Woher stammen die fossilen Muscheln in diesen Höhen? Darwin sieht sie als Beweis der geologischen Formung der Erde im Laufe der Jahrtausende.


Fazit:

Trotz einiger langatmiger Sequenzen bietet die Form der 3D-Darstellung ein faszinierendes Erlebnis, das dem Planetariumsgast das Gefühl vermittelt, er sei ein Teil der Geschichte.


Das Planetarium in Hamburg (Foto von: Tim Florian Horn/Planetarium Hamburg)
© Tim Florian Horn/Planetarium Hamburg
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Das Planetarium in Hamburg

Wie funktioniert 3D?

Im vergangenen Jahr kamen einige Filme in 3D in die Kinos. Vielleicht habt ihr "Avatar" gesehen? Doch anders als auf der Kinoleinwand seid ihr im Planetarium von allen Seiten von dem Geschehen umgeben. Durch die runde Kuppel des Sternentheaters braucht ihr eine spezielle Brille, die euch in die Phantasiewelt eintauchen lässt.

Das menschliche Auge benötigt zum Erzeugen eines räumlichen Eindrucks zwei Bilder - je eines für das linke und rechte Auge - die aus unterschiedlichen Positionen aufgenommen werden. Im raschen Wechsel - 60 Mal pro Sekunde - werden die Bilder an die Kuppel projiziert. In den speziellen 3D-Brillen befinden sich kleinste Flüssigkeitskristalle. Sie werden über ein Infrarotsignal abwechselnd durchsichtig bzw. lichtundurchlässig geschaltet. Den raschen Wechsel nimmt das Auge nicht wahr, wohl aber erkennt das Gehirn die dem linken und rechten Auge angebotenen Bilder und erzeugt wie in der realen Natur eine räumliche Wahrnehmung.


Gewinner unseres Rätsels sind:


Ramin S. aus Hamburg

Hanna W. aus Lüneburg

Kerstin S. aus Escheburg

Rieke M. aus Langwedel

Ole Rasmus B. aus Wedemark

GEOlino.de wünscht viel Freude im Hamburger Planetarium!




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