GEO Magazin Nr. 08/09 - Wie werden wir morgen lesen? Seite 1 von 5

Text von Johanna Romberg

Literatur: Die Zukunft des Lesens

Internet und E-Books verändern die Art, wie wir lesen. Die digitalen Medien verwandeln uns in Überflieger, die Texte nach Info-Bits filtern. Verlernen wir so das Denken? Oder werden wir klüger?


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Eltern klagen darüber, dass ihre Kinder, vor allem ihre Söhne, lieber durch digitale Welten bummeln, als Gedrucktes auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Lehrer beschweren sich nicht nur über lesefaule Schüler, sondern auch über Eltern, die vor lauter Glotzen und Googeln immer seltener dazu kommen, ihren Kindern vorzulesen. Autoren und Redakteure sehen mit Sorge, dass die Aufmerksamkeit ihrer Leser von immer mehr Medien beansprucht wird, und Chefredakteure klagen über Autoren, die das knappe Zeitbudget dieser Leser durch zu lange Texte strapazieren.


Vertieft in die Lektüre: Buchleser sind ganz bei sich und doch in einer anderen Welt. Hier in der des Romanhelden Don Quichotte (Foto von: Sie Productions/Corbis)
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Vertieft in die Lektüre: Buchleser sind ganz bei sich und doch in einer anderen Welt. Hier in der des Romanhelden Don Quichotte

Wenn man versucht, herauszufinden, ob diese Klagen berechtigt sind, stellt man schnell fest: Sie sind nicht neu. Sie haben eine Vorgeschichte, die fast so alt ist wie das Lesen selbst.

Vor etwa 10 000 Jahren ritzten Menschen im Zweistromland die ersten Zeichen und Symbole in Tontäfelchen; vor 5300 Jahren begannen die Mesopotamier und Ägypter, die erste Silbenschrift zu entwickeln; die Erfindung des modernen Alphabets durch die Phönizier, vor etwa 2700 Jahren, verhalf dem Medium Schrift zu seinem ersten großen Aufschwung. Spätestens seitdem geht die Sorge um, ob die Kunst, Buchstaben und Zeichen zu entschlüsseln, auch richtig angewandt wird.


Mahnungen von Schriftkundigen

Es sind, natürlich, vor allem die Schriftkundigen, die mahnen, warnen, klagen: dass die Menschen zu wenig, zu viel, gar nicht oder dass sie überhaupt lesen. Dass sie die falschen Texte lesen - Texte, die Aufruhr stiften, die Moral verderben, Geist und Fantasie betäuben oder, im Gegenteil, zu sehr anregen. Dass die richtigen Texte in die Hände der falschen Leute geraten oder auf falsche Weise gelesen werden. Geklagt wird immer. Doch es fällt auf, dass die Lese-Klagen zu manchen Zeiten lauter sind als sonst. Es sind Zeiten, in denen Menschen starke Veränderungen erfahren, und zwar auf allen Gebieten des Lebens.


Um 1454 erscheint in Mainz die erste mit beweglichen Metall- Lettern gedruckte Bibel. In den 50 Jahren danach werden acht Millionen Bücher produziert - das sind mehr als in den gesamten sechseinhalb Jahrtausenden zuvor, Pergamentbände und Papyri eingeschlossen.


Eine Medien-Revolution

Die neuen Druckwerke bieten nicht nur eine Fülle bislang unbekannter Erkenntnisse, sie erfordern auch eine neue Art des Lesens. Die Texte, in schnörkellosen Einheitslettern gedruckt, laden ein zum Denken, Staunen, genauen Hinschauen; man darf sie auch diskutieren und kritisieren - schließlich sind sie keine Heiligen Schriften, sondern das Werk eines Autors. Die Leser nehmen diese Einladung an. Und richten ihren neuen, kritischen Blick nicht nur auf ihre Lektüre, sondern ihre gesamte Umwelt. Sie zweifeln Wahrheiten an, die bislang als gottgegeben galten, stellen die Autorität bislang allmächtiger Institutionen infrage.



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Kommentare zu "Literatur: Die Zukunft des Lesens"


Heike S. Mayer | 23.10.2009 13:54

Der Artikel ist wunderbar. Besonders gelungen finde ich den Einschub mit dem Mönch Bibliophilus. Einerseits sitze ich gespannt da und warte darauf, was die Zukunft uns in Sachen Buch bringen wird, andererseits wird mir Angst und Bang, wenn ich daran denke, ob ich als Autorin aufs falsche Pferd gesetzt habe. Auch wenn ich aus Passion schreibe, wünscht man sich doch Leser. http://heikesmayer.jimdo.com Beitrag melden!

Silke | 24.09.2009 20:41

Hervorragender Artikel zu einem tollen Thema, zu dem ich mir auch schon viele Gedanken gemacht habe. Sehr wertvoll für mich, danke. Beitrag melden!

Tralala | 30.08.2009 08:39

„Gewohnheitsebenso " „Info- Nuggets“ „Leseund“ Liebe Redaktion: bitte berichtigen! Oder war das ein Test, wer genau genug liest ;-) Im Übrigen: mag sein, daß durch die neuen Medien die Kommunikationshäufigkeit zunimmt, die Tiefe des Gedankenaustausches, des Verständnisses und der Erkenntnisse nimmt auf alle Fälle ab. - Ein „Überflieger“-Syndrom, das leider alle gesellschaftlichen Bereiche verseucht. Beitrag melden!

Iring | 26.08.2009 08:10

Kürzlich mußte ich auf Kinder auspassen. Ein kleines Mädchen düste mit dem Laufrad hin und her zwischen ihrer Mutter und mir, bremste, schaute und sagte "Hallo!" Dann düste sie in die andere Richtung: "Hallo!" Und so fort. Irgendwann fuhr sie zu ihrem kleinen Bruder, der sich noch unbeholfen auf den Beinen bewegte, schubste ihn mit dem Rad an, damit er umfällt und mal eben heult. Die Mutter forderte sie auf: "Jetzt mußt Du Dich aber entschuldigen!" Sie schaute mürrisch, murmelte was von "Entschuldigung" und spielte mit etwas anderem. Manche Kinder gehen achtlos am PC vorbei und spielen mit ihrer Phantasie, nehmen sich ein paar Steine und bauen einen Kaufmannsladen. Die suchen das echte Erlebnis. Andere werden magisch vom PC angezogen, treten weg aus der sozialen Bindung und werden unansprechbar. Diese Kinder sind für nichts zu begeistern, unkonzentriert, unsozial, unerreichbar und für die Umwelt und eine Plage. Beitrag melden!

T. Laue | 24.08.2009 15:51

Dem ist nichts hinzuzufügen =) Beitrag melden!

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