Kriminalfälle Tatort Museum: Zehn spektakuläre Diebstähle der Kunstgeschichte
Ob Gemälde, Münzen oder Uhren: In den vergangenen Jahrzehnten gelangen Kunstdieben immer wieder Einbrüche in Museen. Manche der geraubten Schätze tauchten 30 Jahre später wieder auf
Der 500-Millionen-Dollar-Coup
Es ist der 18. März 1990 und 1.20 Uhr in der Nacht, als zwei Männer in Polizeiuniform am Seiteneingang des Bostoner Isabella Stewart Gardner Museums stehen. Sie wollen – so behaupten sie – einer Störung auf den Grund gehen. Doch kaum gewährt das Sicherheitspersonal ihnen Einlass, entpuppen sich die verkleideten Polizisten als Einbrecher. Sie überwältigen die beiden Wachmänner, fesseln sie an Stühle und stehlen 13 Werke, darunter von Rembrandt, Vermeer und Manet. Mit 500 Millionen Dollar gibt das FBI den Wert der gestohlenen Beute später an – es ist der größte Kunstraub der Geschichte. Trotz zahlreicher Verdachtshinweise, unter anderem ins Mafia-Milieu, fehlt von den Kunstschätzen bis heute jede Spur.
© M. Scott Brauer / The New York Times / Redux / Laif