"Der Spiderman von Paris"
Vjéran Tomic, ein notorischer Dieb in Paris, erhält im Jahr 2010 einen klaren Auftrag: Ein einziges Gemälde soll er aus dem Museum für Moderne Kunst stehlen: Fernand Légers "Stillleben mit Kerze". Und so steigt Tomic, wegen früherer akrobatischer Diebstähle in Hochhäusern "Spiderman" genannt, in der Nacht zum 20. Mai durch ein Fenster in das Museum ein, schneidet das Gemälde aus dem Rahmen – und stellt fest: Der Alarm geht nicht los. Deshalb nimmt er noch vier weitere Kunstwerke mit, darunter einen Picasso und einen Matisse. "Mir gefielen die Farben", sagt Tomic später vor Gericht. Auf 100 Millionen Euro wird der Schaden beziffert. Tomic fliegt jedoch schnell auf, weil er sich gegenüber Bekannten bei einem Trinkgelage als "Spiderman" rühmt. Ein Gericht verurteilt ihn zu acht Jahren Gefängnis und – gemeinsam mit zwei Komplizen – zu einem Schadenersatz von 104 Millionen Euro. 2023 setzt Netflix Tomic mit der Doku "Der Spiderman von Paris" (hier im Bild) ein Denkmal. Die gestohlenen Gemälde sind bis heute verschollen.
© Gael Turpo / Netflix