Nach 30 Jahren wieder aufgetaucht
In der Nacht zum 14. Dezember 1979 brechen Unbekannte in das Gothaer Schloss Friedenstein ein und stehlen fünf Gemälde, darunter die "Heilige Katharina" von Hans Holbein dem Älteren und die "Landstraße mit Bauernwagen und Kühen" aus der Werkstatt Jan Brueghels des Älteren. Auf 4,53 Millionen Ostmark schätzen Behörden den Wert der Gemälde – es handelt sich um den größten Kunstdiebstahl der DDR. Die Fahndungen bleiben ergebnislos, doch 2019 – 30 Jahre nach der Tat – tauchen die Bilder plötzlich auf: Über einen Anwalt boten die Besitzer die Gemälde dem Oberbürgermeister von Gotha zum Kauf an. Der Kunstdieb war offenbar ein Lokführer gewesen. Er wurde 1986 in die Bundesrepublik abgeschoben und verstarb 2014. Die Bilder hatte er 1979 wahllos im Schloss zusammengerafft und an eine befreundete Familie verkauft. Seit 2021 sind die Gemälde wieder Teil der Sammlung im Schloss Friedenstein.
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