Der Uhrendieb von Jerusalem
106 seltene Uhren im Wert von mehreren Millionen Dollar entwendet ein Dieb am 17. April 1983 aus dem L. A. Mayer Museum für islamische Kunst in Jerusalem. Das berühmteste unter den gestohlenen Objekten: eine Taschenuhr von Marie Antoinette, Königin von Frankreich. Die Polizei ist ratlos, und die diensthabenden Wachleute behaupten, während ihrer Schicht eingeschlafen zu sein. Gut 20 Jahre lang fehlt von den Uhren jede Spur. Das ändert sich im Jahr 2006, als eine Frau dem Museum mehrere Dutzend der gestohlenen Objekte zum Kauf anbietet. Schließlich kommt heraus, dass sie die Witwe des 2004 verstorbenen berüchtigten Ganoven Naaman Diller ist. Am Totenbett hatte er seiner Frau den Uhrenraub gestanden. Ermittler finden schließlich heraus, dass Diller fast alle der Uhren auf der ganzen Welt – darunter in Tel Aviv, München, Basel, Los Angeles – in Schließfächern verteilt hatte. Die meisten gelangen zurück nach Jerusalem.
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