Anfänge des Judentums Moses: Der Aufbruch in das Gelobte Land – und das große Rätsel der Bibel

Auf dem Berg Sinai, so sagt es die Bibel, erhält Moses von Gott zwei Steintafeln mit den Zehn Geboten. Tatsächlich aber werden die Anweisungen für ein gottgefälliges Leben nach und nach gesammelt und über Jahrhunderte hinweg vereinheitlicht
Auf dem Berg Sinai, so sagt es die Bibel, erhält Moses von Gott zwei Steintafeln mit den Zehn Geboten. Tatsächlich aber werden die Anweisungen für ein gottgefälliges Leben nach und nach gesammelt und über Jahrhunderte hinweg vereinheitlicht
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Er ist ein Findelkind, ein Totschläger, ein schlechter Redner. Dennoch gelingt es Moses, die Israeliten vom ägyptischen Joch zu befreien, im Glauben an Gott hinter sich zu vereinen und ins Gelobte Land zu führen. So zumindest erzählen es die Fünf Bücher Mose, mit denen das Alte Testament beginnt

Die Worte ertönen aus einem brennenden Dornbusch in der Wüste: "Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen, und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen."

Diese Sätze, so ist es in der Bibel überliefert, spricht Gott aus dem Busch zu Moses. Sie sind das Geburtsversprechen des Judentums: Die Israeliten sind SEIN Volk. Moses ist SEIN Werkzeug.

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