Wenige Götter erfreuen sich im alten Ägypten so großer Beliebtheit wie Osiris, der mumiengestaltige Herrscher über das Totenreich. Wer seinem Vorbild folgt, dem winkt die Ewigkeit
Einst verschenkten russische Zaren sie zu Ostern: Fabergé-Eier sind rare Kostbarkeiten. Ihre Geschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert – und manche gelten heute als verschollen
Die Geschichten vieler Frauen aus der Bibel tauchen in den Kirchen stark gekürzt oder gar nicht auf. Theologin Annette Jantzen richtet den Blick auf die, die häufig verschwiegen werden
Im 15. Jahrhundert blüht Samarkand als Handelsmetropole an der Seidenstraße. Doch einzigartig macht diesen Ort erst die Wissensliebe. Unter Herrscher Ulugh Begs entsteht eine Hochburg der Erkenntnis
Im Lauf der Zeit herrschen in Persien etliche Völker und Geschlechter, erleben Phasen des Krieges wie friedlicher Blüte. Und prägen so eine Zivilisation, deren Geschichte mehr als zwei Jahrtausende überspannt
Aus Anlass seines 800. Todesjahrs werden erstmals die Gebeine des Heiligen Franziskus ausgestellt. In einer Epoche, in der mächtige Bischöfe Schätze horteten, forderte der Mönch radikale Entsagung
Bei den Maya war das Ballspiel Pok-ta-Pok eine religiöse Zeremonie: Es bestimmte über Kriege und Handelsgeschäfte – und über Leben und Tod. Spieler stählten ihre Körper, um sich selbst zu opfern. Der Sporthistoriker Professor Andreas Luh erklärt, warum
Die Circumcellionen sind die radikalsten jener Fanatiker, die sich im 4. Jahrhundert von der katholischen Kirche abspalten. In ihrem Furor bringen sie Chaos über eine ganze Region
Ist der Tod das Ende des Seins, der Mensch nur Materie? Oder verlässt etwas Unsterbliches den erkaltenden Leib? Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Gelehrte mit solchen Fragen
Heute steht der Davidstern wie kein anderes Symbol für das Judentum. Ursprünglich jedoch war der sechszackige Stern kein jüdisches Symbol. Über einen erstaunlichen Bedeutungswandel
Vor 1700 Jahren prägte Papst Silvester I. die Geschichte der katholischen Kirche. Doch warum ist der Mann, der der Silvester-Nacht ihren Namen gab, heute fast vergessen?
Wohl im Jahr 30 christlicher Zeitrechnung stirbt ein jüdischer Wanderprediger am Kreuz. Wer ist dieser "Messias"? Die Biografie eines Mannes, dessen Wirken die größte Religion der Welt begründet
An Weihnachten wurde Jesus geboren, und zwar in einem Stall inmitten von Tieren – das weiß doch jeder. Aber stimmt dies auch? Wie viel Wahres steckt in der Erzählung?
Lange Zeit beschäftigte sich vor allem die Philosophie mit dieser Frage. Seit einigen Jahren aber versuchen auch Forschende aus der Neurobiologie, dem Sinn des Glaubens auf die Spur zu kommen. Einige der Experimente liefern erstaunliche Ergebnisse
Auch in der aufgeklärten Moderne greifen Menschen zu Ritualen, Orakeln und Symbolen. Der Kulturwissenschaftler Andreas Kilcher erklärt, wieso das alles andere als unvernünftig ist
Die Religionswissenschaftlerin Nicole Bauer konstatiert eine Renaissance von Dämonenaustreibungen. Die Gründe: christliche Bewegungen wie die Pfingstkirche – und Social Media
Im Mittelalter waren sie Orte der Stille, Zentren des Glaubens und der Macht. Heute sind die geschichtsträchtigen Bauten zugleich Museen, Veranstaltungsorte und sogar Unterkünfte
Der 11.11. ist Martinstag. Seit Jahrhunderten gilt Martin von Tours als Symbol der Barmherzigkeit – zu Recht? Manche Forschende sehen in dem Heiligen eine problematische Figur
Seit Jahrhunderten fasziniert der Heilige Gral die Menschheit. Angeblich soll sich der Kelch des letzten Abendmahls Jesu in Valencia befinden – falls er denn existiert. Eine Spurensuche
Um die Wende zum 6. Jahrhundert steigt der fränkische Kleinkönig Chlodwig zum mächtigsten Mann in Gallien auf: Mithilfe von Gewalt, Diplomatie – und einer Taufe
In dem sagenumwobenen Land Nachitschewan soll einst der Prophet Noah mit seiner Arche gelandet sein. Heute ist die Exklave, die zu Aserbaidschan gehört, vor allem eines: isoliert
Vor den Toren Madrids baute Justo Gallego 60 Jahre lang eine gewaltige Kirche aus Recycling-Materialien. Am 20. September wäre er 100 Jahre alt geworden. Was wurde aus seinem Lebenswerk?
Wohl um 1000 v. Chr. verkündet ein Mann namens Zarathustra im späteren Persien eine neue Heilslehre. Der von ihm begründete Glaube wird die bedeutendste Heilslehre im gesamten Reich
Frieden auf Erden – sobald Jesus alle Feinde erschlagen hat: Historikerin Kristin Du Mez über die aggressive Männlichkeit christlicher Nationalisten, die auch die Reaktion auf das Charlie-Kirk-Attentat prägt
Im 3. Jahrhundert n. Chr. ist Teotihuacán im heutigen Mexiko die größte Stadt Amerikas. Deren Elite demonstriert ihre Macht in kolossalen Tempeln – und prägt ein grausiges Ritual
Fast 500 Jahre währt die glanzvolle Ära des Frankenreichs, zählen dessen Könige zu den einflussreichsten Männern Europas. Von ihrer Gottesfurcht künden Kirchen und Klöster noch heute
In Belize stoßen Forschende auf das Grab von Te K'ab Chaak, dem ersten Herrscher der Maya-Metropole Caracol. Der Fund liefert neue Einblicke in die Welt des antiken Volkes