Fußball-WM Katar Homosexualität als "geistiger Schaden"? – "Das ist eine Fehlinterpretation des Koran"

Protestaktion: In Zürich machen Demonstrierende vor dem Museum der FIFA auf die kritische Menschenrechtslage in Katar aufmerksam. Dort werden homosexuelle Handlungen strafrechtlich verfolgt
Protestaktion: In Zürich machen Demonstrierende vor dem Museum der FIFA auf die kritische Menschenrechtslage in Katar aufmerksam. Dort werden homosexuelle Handlungen strafrechtlich verfolgt
© picture alliance/KEYSTONE | MICHAEL BUHOLZER
Katars WM-Botschafter hat Homosexualität als "geistigen Schaden" bezeichnet. Der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide erklärt, was im Koran wirklich über Homosexualität steht – und wie Mohammed homophobe Äußerungen nachträglich in den Mund gelegt wurden

GEOplus: Katars WM-Botschafter hat Homosexualität als "geistigen Schaden" bezeichnet. Fußt diese Denkweise auf islamischen Traditionen im Koran?

Prof. Mouhanad Khorchide: Aus meiner Perspektive handelt es sich um eine Fehlinterpretation des Koran. In der Heiligen Schrift wird Homosexualität weder verboten, noch als Sünde bezeichnet. Das, was wir heute als Homosexualität verstehen, kommt dort schlicht nicht vor.

Woher rührt die Ablehnung von Homosexuellen dann?

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