GEO WISSEN Nr. 35 - 04/05 - Sünde und Moral Seite 1 von 5

Streitgespräch: Was ist Moral?

Kann eine hoch komplexe Gesellschaft verbindliche Regeln für alle festlegen? Oder ist sie damit überfordert? Wir brauchen mehr Information, sagen Philosophen. Wir brauchen mehr Zivilcourage, sagen die Praktiker


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Die Expertenrunde mit den GEO-Redakteuren Wolfgang Michal und Claus Peter Simon (Foto von: Andreas Teichmann)
© Andreas Teichmann
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Die Expertenrunde mit den GEO-Redakteuren Wolfgang Michal und Claus Peter Simon

GEO: In welchem Zustand befindet sich die Moral? Einerseits gibt es ein großes Wehklagen über den zunehmenden Sittenverfall. Andererseits spenden die Menschen so viel wie noch nie. DETLEF HORSTER: Einen Werteverfall sehe ich nicht. Erhebungen des Kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover zeigen, dass die Gewalt an Schulen kontinuierlich abnimmt. Auch bei Wohnungseinbrüchen, Bankraub oder Sexualmorden gehen die Zahlen deutlich zurück. Aber viele Zeitungen suggerieren das Gegenteil. In Deutschland gibt es Millionen anständig lebende Ehemänner. Aber nur wenn ein Ehemann seine Frau umbringt und im Keller einmauert, ist das für die Presse interessant. Setzt man die Zahl dieser Delikte in Relation zur großen Zahl der Anständigen, ist es abwegig, von einem Werteverfall zu sprechen. FRANZ MEURER: Werte lösen sich eigentlich nur aus Not auf. Wir haben in unserem Viertel über 20 Prozent Arbeitslose, viele leben von Sozialhilfe oder kleinen Renten, über 50 Prozent der Jugendlichen sind Muslime. Manchmal kommen Eltern zu mir und sagen: "Ich habe mit mir selber genug zu tun, ich kann mich nicht um mein Kind kümmern." Die sind überfordert, weil es ihnen ökonomisch schlecht geht. Peter Hartz, der Namensgeber der jüngsten Arbeitsmarktreformen, sagt: Der Grund für die riesige Arbeitslosigkeit ist die Gleichgültigkeit der Gesellschaft diesem Problem gegenüber. Als Bürger schauen wir nur, dass wir selbst einigermaßen durchkommen. Die Politik hat jede Glaubwürdigkeit verloren. Wir hatten bei der letzten Wahl in einem der Stimmbezirke noch neun Prozent Wahlbeteiligung. Dieser Resignation steht eine große Suche nach Wertzusammenhängen gegenüber.INGE WOLFF: Ich glaube, viel Zusammenhalt ist dadurch verloren gegangen, dass die verbindenden Rituale immer weniger geworden sind. Die Strukturen, die von der Kirche vorgegeben waren, haben sich weitgehend aufgelöst. Und es gibt keine großen homogenen Gruppen mehr, die sich der gleichen Moral verpflichtet fühlen. Jetzt fangen wir plötzlich an, darüber nachzudenken: Oh Gott, wie kriegen wir wenigstens diese kleinen Alltagswerte wieder hin, die den Umgang miteinander erträglich machen?


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  • Forum: Wie halten Sie es mit der Moral?

    Raffgier, Sex, Gewalt - Sittenwächter beklagen hierzulande einen allgemeinen Moralverfall. Der Ruf nach Werten und Normen wird immer lauter. Ist die Verrohung unserer Gesellschaft unaufhaltsam? Ist sich wirklich jeder selbst der Nächste? Diskutieren Sie mit!
     

Kurt Bayerz, 57, ist Professor für praktische Philosophie an der Universität Münster (Foto von: Andreas Teichmann)
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Kurt Bayerz, 57, ist Professor für praktische Philosophie an der Universität Münster

MEURER: Was Sie über Umgangsformen sagen, würde ich sofort unterschreiben. In der Kirche haben wir mit den Riten ja etwas Ähnliches. Fast alle Kinder wollen Messdiener und Messdienerinnen werden. Die wollen wissen: Gehen jetzt vier oder sechs? Hält man die Monstranz so oder so hoch? Das hat ja was mit Stil zu tun. Der Stil des Miteinanderumgehens ist das Entscheidende. Ob eine Gesellschaft funktioniert, hängt vom sozialen Klima ab. HORSTER: Der Schweizer Pädagoge Walter Herzog hat in einer Studie zur Jugendgewalt festgestellt, dass bei allen Jugendlichen wechselseitige Anerkennung eine zentrale Bedeutung hat, egal, in welchem Milieu sie verkehren. Alle möchten akzeptiert und respektiert werden. MEURER: Das Wort Respekt können Sie heute in jedem Jugendzentrum an die Wand gesprüht sehen. In jedem Hip-Hop-Song geht es um Respekt. WOLFF: Ich würde lieber das Wort Wertschätzung verwenden. Es bezieht sich stärker auf den anderen. Es geht nicht nur darum, dass ich mich selbst nicht blamiere; ich möchte auch, dass der andere keine Blamage erleidet.MEURER: Wir machen seit einiger Zeit Sexualerziehung für Schulklassen. Hier in der Kirche. Die Jungs sind ganz hingerissen davon, wie sie behandelt werden. Die haben der Frau, die den Kurs betreut, einen Dankesbrief geschrieben und ihr Blumen geschenkt. Das heißt: Wenn Anerkennung da ist, werden Manieren plötzlich ganz selbstverständlich. Prinz Asfa-Wossen Asserate schreibt in seinem Buch: "Manieren haben heißt, den anderen ins Zentrum stellen und nicht sich selbst."GEO: Was hat Benimm mit Moral zu tun?KURT BAYERTZ: Dass Menschen aufeinander achten, einander anerkennen, sich nicht belügen - darum geht es in der Moral.



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