Tiere Tier-Hintern

Manche Tiere vollbringen mit ihrem Po erstaunliche Dinge: Sie lassen ihn leuchten, holen damit Luft, verschließen ihre Wohnung und noch so manches mehr... Lest selbst!

Sitzt ihr gerade gemütlich auf dem Hintern und lest diesen Artikel? Gute Idee, denn unser Musculus gluteus maximus eignet sich dafür perfekt. Der große Gesäßmuskel ist immerhin der zweitstärkste des menschlichen Körpers. Doch auch viele Tiere können mit ihrem Hinterteil ordentlich punkten.

Glühwürmchen: Strahlkraft in der Nacht

Die Glühwürmchen bringen Licht ins Dunkel, wenigstens in lauen Sommernächten. Dank spezieller Organe auf der Bauchunterseite ihres Hinterleibs senden die Leuchtkäfer Lichtsignale in die Welt - und morsen sich auf diese Weise einen Partner herbei. Nächster Termin für das romantische Lichterfest: Ende Juni!

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Glühwürmchen

Kupferstreifen-Pinzettfisch: Völlig verdreht!

Nähert sich ein Fressfeind, nimmt der Kupferstreifen-Pinzettfisch sehr gern "Rücksicht" - und dreht sich um. Denn am Hinterteil trägt der kleine Fisch einen groooßen Augenfleck.

Räuber? Halten ihn so für einen ernst zu nehmenden Gegner und schwimmen ruck, zuck davon.

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Kupferstreifen-Pinzettfisch

Paviane: Polster-Po

Ihr Sitzkissen tragen Paviane immer bei sich - am Allerwertesten. Der feuerrote Po ist durch die dicke, gut durchblutete Hautschicht so prima gepolstert, dass sich die Affen auch auf kalte Steine fläzen können, ohne zu frieren.

Die Weibchen signalisieren mit ihrem Hintern übrigens auch, dass sie zur Fortpflanzung bereit sind: Dann wird ihr Po dicker und leuchtet noch stärker.

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Pavian

Vierfleckkreuzspinne: Gut vernetzt

Kleben, ziehen, spannen - weben Spinnen wie diese Vierfleckkreuzspinne ihre Netze, stupsen sie den Po immer wieder auf die bereits gespannten Fäden und tupfen ein Tröpfchen Klebstoff darauf. Denn an ihrem Hintern sitzt die Spinnwarze mit den Drüsen, aus denen Spinnen ihre Fäden pressen.

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Vierfleckkreuzspinne

Rehe: Alarmanlage

"Hier entlang! Zusammenbleiben! Mir nach!" Droht Gefahr, warnen sich REHE gegenseitig - mit einem hellen Fellfleck am Po. Pirschen sich etwa Luchs oder Fuchs an eine Gruppe heran, spreizen die Tiere die Haare des sogenannten Spiegels und alarmieren so die ganze Sippe.

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Rehe

Seegurken: Vorsicht, bissig!

Seegurken leben am Meeresboden. Bei großen Raubfischen stehen sie zwar nicht auf dem Speiseplan, tatsächlich aber schwimmen ab und an kleine Fischchen durch ihr Hinterteil ins Gurkeninnere und knabbern in ihnen herum.

Um solchen "Untermietern" den Zutritt zu versperren, wachsen manchen Seegurkenarten der Gattung Actinopyga scharfe Zähne aus Kalk am "Po"!

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Seegurke

Hummeln: Angestachelt

Ein bisschen spießig zeigen sich Hummeln von hinten, mit einem Stachel, den sie ab und an auch unsereins unter die Haut rammen. Aber alles halb so wild!

Erstens: sind nur weibliche Hummeln "bewaffnet". Zweitens: besitzt der Stachel keine Widerhaken, im Gegensatz zu jenem der Bienen.

Und drittens: sind die plüschigen Flieger längst nicht so angriffslustig wie ihre Wespen-Verwandtschaft - man sollte sie eben nur nicht anstacheln.

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Hummel

Wombats: Verstopft!

Nein, die Wombats leiden nicht an Verstopfung - sie retten sich damit. Und zwar so: Werden die australischen Beuteltiere von einem Räuber wie dem Dingo verfolgt, schlüpfen sie geschwind in ihre Höhle und verstopfen den Eingang mit ihrem dicken Hintern.

Weitere Angriffe gehen ihnen dank des guten Polsters buchstäblich am Allerwertesten vorbei…

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Wombat

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