Eine Stunde Zeit für den Natur- und Tierschutz - die sollte man an einem Wochenende im Jahr auf jeden Fall übrig haben. Vom 8. bis 10. Januar 2021 ruft der Deutsche Naturschutzbund (NABU) zum elften Mal in Folge die "Stunde der Wintervögel" aus.
Ziel dieser Aktion ist es, so viel wie möglich über unsere gefiederten Gartenbewohner herauszufinden: Wo kommen sie vor? Wo sind sie häufiger und wo seltener geworden? Im letzten Jahr haben mehr als 143.000 Vogelfreunde aus Deutschland an der Aktion teilgenommen.
Für 2021 wünscht sich der NABU noch mehr engagierte Beobachter. Denn je mehr Personen sich an der Zählung beteiligen, desto wertvoller werden auch die Ergebnisse!
Mitmachen ist kinderleicht
Zum Mitmachen braucht ihr keine besonderen Fähigkeiten - nur etwas Interesse an der Vogelwelt und eine Stunde Zeit. Am besten funktioniert die Vogelbeobachtung, wenn ihr euch einen Platz am Fenster oder auf dem Balkon sucht. Von dort aus verschreckt ihr die gefiederten Freunde nicht und könnt sie dennoch gut sehen.
Dann geht es ans Zählen: Notiert von jeder unterschiedlichen Vogelart, die ihr innerhalb einer Stunde seht, die höchste Zahl. Diese tragt ihr am Ende der Stunde ordentlich in den ausgedruckten Meldebogen ein. Ihr könnt die Ergebnisse aber auch online in das Online-Formular eintragen.
Der NABU sammelt alle Zahlen bei sich und wertet sie aus. Unter allen Teilnehmern der "Stunde der Wintervögel" verlost der Verein jedes Jahr auch tolle Gewinne, wie zum Beispiel ein Zeiss-Fernglas, Futtersäulen für Vögel und Kalender.
Ihr möchtet nicht alleine losziehen und Vögel beobachten? Kein Problem: Der NABU hat eine Reihe von Veranstaltungen zur "Stunde der Wintervögel" veröffentlicht, an denen ihr gemeinsam mit anderen Vogelbeobachtern in die Natur ziehen und die Tiere zählen könnt!
Die zehn häufigsten Wintervogelarten
Amsel, Buchfink, Feldsperling, Haussperling, Kohlmeise, Blaumeise, Elster, Grünfink, Kleiber und Rotkehlchen: Das sind die garantiert häufigsten Bewohner eurer Gärten. Doch immer wieder lassen sich auch so genannte Gastvögel blicken. Sie kommen aus noch kälteren Regionen im Norden und Osten Europas nach Deutschland, um Nahrung zu finden.
Wenn ihr noch Hilfe bei der Zuordnung der verschiedenen Arten braucht, könnt ihr den Online-Vogelführer des NABU studieren.
Im Anschluss an die ganze Aktion wird der NABU die Daten auswerten und nach Vogelarten, Bestandszahlen und Beobachtungsorten sortieren. Daraus entwickeln die Tier- und Naturschützer auf lange Sicht gezielte Projekte, in denen sie sich für Vögel stark machen.