Kinotipp Kinotipp: Das Haus der Krokodile

Der elfjährige Viktor zieht mit seiner Familie in eine unheimliche Villa. Schon bald wird ihm klar, dass hier merkwürdige Dinge vor sich gehen. Er begibt sich auf Spurensuche. Mit Trailer!

Viktor wohnt mit seiner Familie in der Villa des reichen Onkels, seitdem der in ein Heim gezogen ist. Der Elfjährige Viktor ist von Anfang an überzeugt, dass sein neues Zuhause ein düsteres Geheimnis birgt: Vor 40 Jahren ist die Tochter des Onkels, Cäcilie, hier nämlich auf mysteriöse Art gestorben. Als Viktors Eltern in den Urlaub fahren und er mit seinen zwei älteren Schwestern Cora und Louise alleine in der Villa bleibt, stellt er Nachforschungen an. Und der spannende Krimi beginnt:

Kinotipp: Das Haus der Krokodile

Das Tagebuch von Cäcilie bringt Viktor auf eine neue Spur

Kinotipp: Das Haus der Krokodile

Viktor (gespielt von Kristo Ferkic) findet ein Bild von Cäcilie

Schon nach kurzer Zeit stößt Viktor zwischen allerlei verstaubten Andenken und Kartons auf ein kleines, ausgestopftes Krokodil. Als dann plötzlich noch ein Schatten hinter ihm durchs Zimmer huscht, erschrickt er erst, doch läuft mutig hinterher. Im Arbeitszimmer des toten Onkels angekommen, verliert er die Spur, kann den vermeintlichen Einbrecher aber noch im Spiegel erkennen. Als er die Suche nach der vermummten Gestalt unweigerlich aufgeben muss und gerade das Zimmer verlassen will, stolpert er über ein Tagebuch. Es gehörte der toten Cäcille.

Fasziniert liest er sich durch die Seiten: Cäcille weist darin auf bestimmte Orte in der Villa hin. Viktor, der ihnen neugierig folgt, stößt immer wieder auf selbst gezeichnete Krokodile, manche haben Augen, manche nicht, manche schlängeln sich, manche liegen. Was hat das alles nur zu bedeuten?

Bei seinen Nachforschungen ist der Junge keineswegs ungestört: Ständig meldet sich die seltsame Frau Diebsch von nebenan mit ihrem Sohn Friedrich zu Wort. Auch der Nachbar, Herr Strichninsky benimmt sich verdächtig. Viktor beginnt zu vermuten, dass sie etwas über Cäcilles Tod wissen. Etwas, dass niemand erfahren darf.

Das macht ihn noch sicherer: Er ist einem großen Geheimnis auf der Spur!

Hitchcock für Kinder

"Das Haus der Krokodile" ist die Kinoversion des gleichnamigen Kinderromans von Helmut Ballot, das schon 1971 erschien und fünf Jahre später als Fernsehserie verfilmt wurde. Die Regisseure des Films, Philipp Stennert und Cyrill Boss, haben versucht, ein wenig von dieser Zeit in ihrem Film einzufangen. Es ist ihnen gut gelungen. Vor allem aber haben sie einen äußerst spannenden und toll gespielten Kinderfilm abgeliefert. Darin ist nicht nur die packende Geschichte der Buchvorlage enthalten, sondern auch reichlich kindgerechter Grusel und eine Prise Humor.

Die ausgezeichnete Besetzung ergänzt den empfehlenswerten Krimi: Kristo Ferkic (Viktor) spielt die schwierige Hauptrolle sehr überzeugend. In den Nebenrollen glänzen Gudrun Ritter (Frau Diebsch), Christoph Maria Herbst (Friedrich Diebsch) und Waldemar Kobus (Herr Strichninsky). Die ganze Besetzung ist ausgewogen und wirkt nie gekünstelt. Als Viktors Vater wurde übrigens Thomas Ohrner eingesetzt, der bei der Fernsehserie von 1976 noch selbst den Viktor spielte.

Die Kriminalgeschichte, in der es nicht nur um Cäcilles rätselhaften Tod, sondern auch um einen geheimen Schatz geht, lässt also garantiert die Herzen kleiner Hobby-Detektive höher schlagen. Und auch wer kein Nachwuchs-Sherlock Holmes ist, wird am "Haus der Krokodile" seinen Spaß haben – so spannend und mitreißend ist die Geschichte.

Kinotipp: Das Haus der Krokodile

Das Filmplakat zum heutigen Kinotipp "Das Haus der Krokodile"

Fazit

"Das Haus der Krokodile" bietet alles, was ein Krimi-Herz begehrt: Eine spannende Story, die überzeugend gespielt ist, trifft auf geheime Orte, gruselige Bilder und ein gut behütetes Geheimnis. Eine absolute Empfehlung – nicht nur für Hobby-Detektive! Wegen der gruseligen Szenen ist der Film allerdings erst ab sechs Jahren freigegeben.

"Das Haus der Krokodile" – ab 22. März im Kino!

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