Film Kinotipp: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Hazel und Gus sind zwei normale Teenager, fast. Beide sind an Krebs erkrankt. In "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erzählen sie ihre Geschichte und lehren den Zuschauer, das Leben zu genießen

Hazel liest gern Romane, Gus Anleitungen für Videospiele. Sie schaut Topmodel, er Basketball. Augenscheinlich sind die beiden zwei ganz normale amerikanische Teenager, wäre da nicht der Krebs. Die Krankheit bringt Gus und Hazel, die sich bei einer Selbsthilfegruppe für Krebskranke kennenlernen, zusammen. Doch es verbindet sie weitaus mehr, wie sie bei verschiedenen Treffen und nächtlichen Telefonaten herausfinden. Sie haben den gleichen Humor, dieselbe Abneigung gegen bürgerliche Sitten und teilen den Wunsch, ein ganz normales Leben führen zu können – trotz Krebs.

Die 16-jährige Hazel kämpft gegen Metastasen in der Lunge. Eine Sauerstoffmaschine ist ihr ständiger Begleiter. Gus hat durch Knochenkrebs ein Bein verloren. Er gilt zwar als geheilt, doch ein Rückfall ist nicht auszuschließen. Hazel ist die Erzählstimme des Films, sie nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Zeit, die sie mit Gus verbringt.

Gemeinsam finden beide die Stärke, mit ihrem Schicksal umzugehen und treten sogar zusammen eine Reise nach Amsterdam an, um Hazels Lieblingsautor Peter van Houten persönlich zu treffen. Ihr Idol entpuppt sich als Fiesling, Gus hingegen als ihre erste große Liebe. Doch Hazel möchte Gus vor dem Schmerz ihres unvermeidlichen Todes bewahren – sie betrachtet sich selbst als "Zeitbombe", die mit ihrem Tod hochgehen und jeden, der ihr nahesteht, verletzen wird. Lange kommt sie allerdings nicht gegen ihre Gefühle an.

Die Selbstverständlichkeit mit der Gus und Hazel ihrer Krankheit und dem Tod begegnen, beeindruckt. Der Film bringt auf eine sehr anrührende aber auch ermutigende Art und Weise zwei Themen zusammen, die eigentlich nicht zusammen gehören: die Jugend und die Krankheit Krebs. Der Film "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" basiert auf dem gleichnamigen Roman von John Green, der 2012 sämtliche Bestseller-Listen anführte und auch die Verfilmung erntet weltweit nur die besten Kritiken.

Kinotipp: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Fazit

Dem Regisseur Josh Boone ist ein berührender Film gelungen, der trotz der Thematik vor allem das Leben feiert und den Zuschauer lehrt, jeden Moment zu nehmen, wie er kommt und ihn zu genießen. Der Zuschauer fühlt, weint und lacht mit Hazel und Gus. Ein perfekter Film für Teenager, die keine Probleme haben werden, sich in den beiden Protagonisten wiederzufinden.

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