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So entsteht ein Trickfilm
Vom Drehbuch bis zum Schnitt gibt es für Trickfilmmacher viel zu tun. GEOlino.de hat eine Hamburger Trickfilm-Werkstatt besucht und herausgefunden, wie die Zeichentrickfigur "Jasper der Pinguin" das Laufen lernte.
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Was für ein buntes Büro! Überall hängen Skizzen von Zeichentrickfiguren an den Wänden. Selbst die Toilettentüren sind mit Charakteren aus einer Zeichentrickserie beschildert. Ein stattlicher Herr mit Glatze weist den Weg zur Herrentoilette, und eine dicke Frau mit Hut ziert den Eingang der Damentoilette. Auf den meisten Zeichnungen sind allerdings Pinguine zu sehen. Denn die Mitarbeiter der Filmproduktionsfirma "Toons'N'Tales" arbeiten zur Zeit mit Hochdruck an einem Kinofilm zu der Zeichentrickserie "Jasper der Pinguin".
Auch Gerlinde Godelmann ist gerade damit beschäftigt, einen Pinguin zu zeichnen. Genauer gesagt, Jaspers Arme in den verschiedensten Posen. Hierfür benutzt sie nicht Stift und Papier, sondern einen Touchscreen. Das ist ein Computermonitor, auf den man direkt mit einem speziellen Stift zeichnen kann. Manchmal bevorzugt Gerlinde aber auch die herkömmliche Methode. Ihre Zeichnungen auf Papier werden dann in den Computer eingescannt.
Details sind wichtig!
Gerlinde arbeitet daran, Jaspers typische Haltungen festzulegen. Wie hält er einen Stift in der Hand? Wie genau trägt er seine Angel und seinen Eimer mit Fischen? Und sieht sein Ellenbogen bei gebeugtem Arm eher rund oder eher eckig aus? Die vielen Details sind wichtig. Eine Person alleine könnte die ganzen Jasper-Zeichnungen, die für einen Trickfilm nötig sind, gar nicht bewältigen. Viele verschiedene Zeichner, auch Animatoren genannt, arbeiten daran.
Damit Jasper immer gleich aussieht, müssen alle ganz genau wissen, wie groß er ist, wie er sich bewegt und welche Mimik er hat. Für jede Figur, für jeden Gegenstand und für jeden Hintergrund im Film gibt es deshalb sogenannte Modelsheets (deutsch "Musterblätter"). Sie dienen als verbindliche Vorlage für alle, die an dem Film mitarbeiten. Denn bei einem Zeichentrickfilm kann rein gar nichts dem Zufall überlassen werden. Alles, was hinterher darin zu sehen ist, muss vorher ganz genau gestaltet werden.
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