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Woher weiß man eigentlich...

... wie dick der Eispanzer der Antarktis ist?


Gegen die riesigen Eismassen wirken die Pinguine richtig winzig (Foto von: Holger Leue/Lonely Planet Images/Getty Images )
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Gegen die riesigen Eismassen wirken die Pinguine richtig winzig

Die Antwort auf diese Frage ist explosiv! Um die Dicke des antarktischen Eispanzers zu messen, brauchen Geophysiker nämlich Sprengstoff. Sie bohren flache Löcher ins Eis und zünden darin kleine Ladungen. Durch die Explosionen entstehen Druckwellen, die durch das Eis laufen und vom darunterliegenden Gestein zurückgeworfen werden. Die Forscher messen nun die Zeit, welche die Druckwellen für ihre Reise zum Boden und zurück brauchen. Je länger die Wellen benötigen, desto dicker ist das Eis. Zudem messen Forscher die Eisdicke aus der Luft: Mit einem Flugzeug, unter dessen Tragflächen Antennen angebracht sind, fliegen sie über die Antarktis. Die Antennen senden Radarwellen aus, die ähnlich wie die Druckwellen durch das Eis und zurück laufen. So wissen die Experten aus zwei verlässlichen Quellen, dass sich das Eis der Antarktis im Durchschnitt 2100 Meter, an seiner mächtigsten Stelle sogar bis zu 4775 Meter auftürmt.


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