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Für die Rechte der Frauen

Am 8. März ist Weltfrauentag. Wir erzählen euch, warum es diesen Tag gibt und was Frauen aus aller Welt für ihre Anerkennung getan haben


Der Weltfrauentag ist in manchen Ländern sogar ein gesetzlicher Feiertag. Dieses Mädchen feierte ihn vergangenes Jahr in Italien zum ersten Mal (Foto von: Giorgio Cosulich/Getty Images)
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Der Weltfrauentag ist in manchen Ländern sogar ein gesetzlicher Feiertag. Dieses Mädchen feierte ihn vergangenes Jahr in Italien zum ersten Mal

Frauen weltweit

Frauen erlebten in der Geschichte der Menschheit viel Unterdrückung und Benachteiligung. Bis heute gelten für sie in einigen Ländern andere Rechte als für Männer – vor allem dort, wo Religion eine große Rolle spielt. So gelten Frauen an manchen Orten als Eigentum des Mannes und müssen sich in der Öffentlichkeit sogar mit Tüchern verhüllen. Nur ihr Ehemann darf sie unverhüllt sehen. Auch in Deutschland war es Frauen bis vor wenigen Jahrzehnten nicht erlaubt, ohne die Begleitung des Ehemanns Auto zu fahren, zu wählen oder sogar zu arbeiten. Alle Menschen- und Bürgerrechte verfasste man früher unter einem anderen Gesellschafts- und Rollenverständnis: Frauen hatten sich um die Familie und den Haushalt zu kümmern, während Männer arbeiteten. Politisch hatten sie erst recht nichts zu sagen. Damit eine Gleichberechtigung entstehen konnte, die wir in Deutschland heute kennen, mussten die Frauen kämpfen.

Dieser Kampf für erweiterte Rechte der Frauen begann schon vor vielen Jahren, im frühen 18. Jahrhundert in den USA und Frankreich. Menschen, die sich eine gleichwertige Behandlung der Geschlechter wünschten, bezeichnete man damals als "Frauenrechtler". Der Begriff ist bis heute gebräuchlich. Eine „emanzipierte Frau“ beschrieb wiederum das Ideal einer Frau, die befreit von jeglichen Einschränkungen in die Gesellschaft integriert war. Gegeben hat es sie in der Realität aber nicht.


Frauenbewegung in Deutschland

Vieles hat sich in den letzten 200 Jahren getan, auch in Deutschland. Wichtig zu nennen ist da der 1894 gegründete "Bund deutscher Frauenvereine", der insgesamt eine halbe Million Mitglieder, männliche wie auch weibliche, verzeichnete. Zur Gründungszeit beschränkte sich ihr Wunsch auf Bildungsrechte und politische Ansprüche der Frauen in diesem Land. Dass "sie" zu Hause bleibt, während "er" arbeitet, war hingegen für niemanden ein Problem. Die Arbeits- und Rollenverteilung von Mann und Frau wurde erst nach 1900 diskutiert. Vorkämpferinnen wie Hedwig Bohm (1833-1919) griffen den Punkt zwar früher auf, konnten sich gegen die Mehrheit der traditionell Denkenden aber nicht durchsetzen.


Der erste Weltfrauentag

Einen Meilenstein in der Geschichte der Frauenbewegung setze Clara Zetkin (1857-1933) mit der ersten deutschen Frauenzeitschrift "Die Gleichheit", die erstmals 1892 erschien. Zetkin war es auch, die 20 Jahre später einen internationalen Frauentag in Deutschland vorschlug. Sie nahm sich ein Beispiel an dem amerikanischen Gedenktag. Die Frauenbewegung selbst war zu diesem Zeitpunkt in aller Munde. Die politisch engagierten Frauenrechtler versuchten verstärkt die Unabhängigkeit der Frauen durchzusetzen. Und so sorgte 1911 auch der erste internationale Frauentag in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Aufmerksamkeit. Die Verurteilung der Aktivistin Rosa Luxemburg (1871-1919) für ihr Engagement in politischen Diskussionen, drei Jahre später, erweiterte die Bedeutung des Tages: Er ist nicht mehr nur eine wichtige Kundgebung für die Frauenrechte, sondern auch ein Bekenntnis für den Frieden. Der heutige Name "Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden" war entstanden.



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