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Wie das Meer entdeckt wurde

Heute finden wir auf Weltkarten alle Meere eingezeichnet. Doch um dieses Wissen zu haben, musste das Meer erst entdeckt werden. Wer die größten Meeresentdecker waren, welche Gefahren sie sich stellen mussten und was es heute noch zu erforschen gibt, lest hier


Wenn wir ganz weit in die Geschichte zurückblicken, nämlich gut 1,8 Millionen Jahre, treffen wir auf die ersten Meeresentdecker. Unsere menschlichen Vorfahren lebten im Osten Afrikas. Im Laufe der Zeit haben sie ihre Gegend immer weiter erkundet. Doch was trieb sie hinaus in die unbekannte See? Auf diese Frage haben Kerstin Viering und Roland Knauer eine Antwort, denn sie schrieben ein Buch über Entdecker: "In den Hinterköpfen der Menschen bohrte wahrscheinlich immer die Frage, was denn hinter dem Horizont liegt, ob es nicht noch andere Landstriche und andere Küsten gibt, als die bekannten." Um die Gebiete zu erkunden, bauten sich die Frühmenschen vermutlich einfache Flösse aus Baumstämmen oder Bambus. Was diese Menschen allerdings auf ihren Touren übers Wasser erlebten, werden wir nie erfahren


Unentdeckte Welten ahoi! (Foto von: Eric Feferberg/picture-alliance/AFP Creative )
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Unentdeckte Welten ahoi!

Erst aus der Antike liegen Überlieferungen vor, in denen Meeresentdecker von ihren Fahrten berichten. Ein bekannter Abenteurer hieß Hanno der Seefahrer. 470 vor Christus brach er von Karthago, einer Stadt in Nordafrika, zu einer Fahrt um die Küste Afrikas auf. So manch Unbekanntes sah er: Er kam an einen Fluss "der groß und breit war und von Krokodilen und Flusspferden nur so wimmelte", wie er schrieb. Außerdem passierte Hanno der Seefahrer ein Land, "das von Feuer durchglüht und voll von Rauch war. Riesige Feuerbäche stürzten aus ihm ins Meer. Den Boden aber konnte man vor Hitze nicht betreten." Am Tag konnten die Seemänner erkennen, dass das Feuer aus einem Berg kam. Sie beobachteten also einen Vulkanausbruch. Solch große Expeditionen fanden in der Antike nicht zu oft statt.


Seeweg nach Indien gesucht

Wirklich viel Betrieb auf dem Meer herrschte erst im 15. Jahrhundert. Ein ganzer Entdeckertourismus brach zu der Zeit aus. Denn die Welt war damals noch immer nicht vollständig bekannt. Aber die Menschen – insbesondere die Spanier und Portugiesen - rätselten beispielsweise, ob es nicht einen Seeweg von Europa nach Indien gäbe, der ihnen Vorteile beim Handel bringe. Um tatsächlich zu wissen, ob an der Küste Afrikas ein Wasserweg lang führt, stießen sie mit viel Ungewissheit in neues Gebiet vor.


Nicht immer erfolgreich: Einige Entdecker scheiterten an dem wilden Wasser oder knapp werdenden Vorräten. "Eines der Probleme steckte auch in den Köpfen der Seeleute", sagt Kerstin Viering: "Unter den Mannschaften kursierten allerlei fantastische Gerüchte. So hieß es zum Beispiel, dass sich jenseits des berüchtigten "Kap des Schreckens" an der afrikanischen Westküste die Hölle auftat. Das Meer sollte dort kochen und die Sonne so heiß vom Himmel brennen, dass sich die Haut der Menschen schwarz färbte. Wer wollte da schon hin segeln? Solche abergläubischen Ängste ihrer Untergebenen machte den damaligen Kapitänen ihre Arbeit natürlich nicht gerade leichter." Daher brachen manche Kapitäne die Reise ab und kamen lieber ohne Ruhm in die Heimat zurück.



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