GEO Magazin Nr. 03/09 - Die zweite Welt Seite 1 von 5

Text von Florian Hanig

Indien: Die härteste Prüfung der Welt

Rund 300 000 junge Inder wagen sich jedes Jahr an den Aufnahmetest der "Indian Institutes of Technology" (IIT) - mit schier unglaublicher Disziplin. Zwei von 100 Bewerbern bestehen


Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!

 fhdfh

So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Nach zwei Stunden Fahrt durch Patna, die dreckigste und ärmste Landeshauptstadt Indiens, schält sich Pranav Anand aus einer überfüllten Sammelrikscha. Er trägt sein bestes Hemd und eine schwarze Hose mit Bügelfalten. Es ist Anfang April, die Sonne brennt schon kurz nach acht sengend vom Himmel. Pranav, taub in den Beinen, stolpert auf das Schultor zu, hinter dem sich seine Zukunft entscheiden wird.



Er bleibt stehen, holt Luft. Dann übergibt er sich in den Staub zu seinen Füßen, auf sein Hemd. Pranav wankt zu einem Brunnen, doch aus dem Rohr tropft nur ein brackiges Rinnsal. So muss er sich das Gesicht mit dem Wasser waschen, das er für die sechsstündige Prüfung vorgesehen hatte. Eine halbe Autostunde entfernt wartet Ritesh Ranjan unter einer Platane und beobachtet seine Konkurrenten, die vor einer Mauer auf und ab laufen, Formelsammlungen in der Hand. "Die machen sich verrückt", murmelt er, rückt seine Brille zurecht, fährt sich durch den schwarzen Wuschelkopf. "Main zaroor kamyab hounga" - ich werde es schaffen. Er wiederholt den Satz wie ein Mantra.


Wissenstest
  • › Der härteste Test der Welt

    Sind Sie fit in Mathe, Chemie und Physik? Dann beweisen Sie es! Aber Achtung! Wir meinen wirklich fit. Denn die zehn Fragen dieses Tests haben wir früheren Aufnahmetests der Indian Institutes of Technology (IIT) entnommen

Vier Jahre lang hat sich Ritesh auf diese Stunden vorbereitet, an manchen Tagen von morgens bis tief in die Nacht. Um halb neun Uhr ertönt der erste Gong: Polizisten stemmen das Eisentor auf, kontrollieren Ausweise. Ritesh dreht sich noch einmal um, lächelt unsicher, hebt einen Daumen in die Höhe. Dann spült ihn der Strom der Leiber, der in die Schule drängt, davon.


Die Ramanujan School in der 1,4-Millionen-Stadt Patna: 500 Jugendliche drängen sich in einer aufgelassenen Fabrikhalle, um Mathematik zu pauken (Foto von: Anne Schönharting/Ostkreuz)
© Anne Schönharting/Ostkreuz
Foto vergrößern
Die Ramanujan School in der 1,4-Millionen-Stadt Patna: 500 Jugendliche drängen sich in einer aufgelassenen Fabrikhalle, um Mathematik zu pauken

Sechs Stunden betet die Mutter für den Erfolg des Sohnes

Bangalore, 1600 Kilometer südwestlich von Patna.
Als der Gong aus den Lautsprechern scheppert, beugt sich Giridhar Nayak zu seiner Mutter hinab. Sie umfasst den Kopf ihres Sohnes mit Händen, die nach Kardamom, Kokospaste und Chili riechen, segnet ihn so. Giridhar hat die High School als Jahrgangsbester abgeschlossen, er misst fast zwei Meter, seine Stimme klingt normalerweise tief und samten – jetzt aber bekommt er keinen Ton heraus.

Aus einem Seidentuch wickelt seine Mutter eine Steinfigur: Ganesh, den Elefantengott, der alle Widerstände beseitigen soll. Sechs Stunden lang wird die Mutter vor dem Schultor beten. Dafür, dass Giridhar in das "Indian Institute of Technology" (IIT) aufgenommen wird. Dafür, dass sich das Leben ihres Sohnes und damit das Leben ihrer gesamten Familie ändern wird.


Prüfungstag in Patna. In der Pause strahlt Ritesh Ranjan vor dem Testzentrum - um seine Angst zu überspielen (Foto von: Anne Schönharting/Ostkreuz)
© Anne Schönharting/Ostkreuz
Foto vergrößern
Prüfungstag in Patna. In der Pause strahlt Ritesh Ranjan vor dem Testzentrum - um seine Angst zu überspielen

Nur jeder Fünfzigste wird einen Studienplatz ergattern

Fünf Minuten vor neun, der zweite Gong: In mehr als 600 Testzentren auf dem indischen Subkontinent werden in diesem Moment die Fragebögen ausgehändigt.

Um neun Uhr, beim dritten Gongschlag, brechen Pranav, Ritesh und Giridhar die Banderolen auf, mit denen die Fragebögen versiegelt sind. Sie wissen: In diesem Augenblick starren mehr als 300 000 indische Jugendliche auf die Aufgaben. Und nur zwei von hundert werden durchkommen: 6500 Erstsemester nehmen die sieben Ableger der Technologie-Universität jedes Jahr auf. Und wer, wie Ritesh und Giridhar, Informatik oder Elektrotechnik in Mumbai oder Delhi belegen möchte, muss sogar zu den besten 300 gehören; zu den 0,1 Prozent der Allerbesten.

Es ist die härteste Aufnahmeprüfung der Welt.


Zwei Monate zuvor, in einer aufgelassenen Fabrikhalle am Stadtrand von Patna. Im Schein flackernder Neonröhren kauern 30 Jungs über ihren Heften. Pranav und Ritesh haben sich in Schals gewickelt, andere haben sich Wollmützen mit ausgeschnittenem Gesichtsfeld übergestülpt, wie Bankräuber. An den Füßen aber tragen sie alle offene Sandalen, manche sitzen barfuß da. Es ist Mitte Februar, und der Wind zieht bitterkalt durch die Halle.



Seite 1 von 5
Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 


Kommentare zu "Indien: Die härteste Prüfung der Welt"


G.A.Tolf | 04.11.2009 12:40

Ein sehr beeindruckender Bericht. Hilft es arm zu sein, um echten Ehrgeiz für das Berufsleben zu entwickeln ? Ein Bruchteil dieser Lernintensität und dem Willen voranzukommen bei hiesigen Studenten würde Deutschlands Ekonomie wesentlich stabiler gestalten. Beitrag melden!

JCH | 05.05.2009 06:44

Outstanding journalist work and video! Beitrag melden!

Werner P. | 07.03.2009 15:35

Institut of Technology; Multiple Choice Test. Da könnte man Prüfungsergebnisse innerhalb weniger Stunden erwarten. Tatsächliche Dauer: Mehr als sechs Wochen. Rektoren und Professoren am IIT dürften sich nach Bestehen der eigenen Aufnahmeprüfung schlafen gelegt haben. Beitrag melden!

Martin W. | 06.03.2009 12:48

Warum ist Indien so Arm, bei einem doch so inteligenten und disziplinierten Volk? Liegt es nur an der Kultur und an der Religion? Hat uns die christliche Prägung so viel erfolgreicher werden lassen? Beitrag melden!

evelyn k. | 01.03.2009 22:41

Fantastic and very interesting. It makes our problems, concerns and school reform issues look unimportant by comparison. Hopefully, you will make an English version of this so many, many more can also enjoy it! Why not share it with students? Excellent work! Keep it up! Beitrag melden!

Rike S. | 24.02.2009 11:35

Sehr aufschlussreiche Dokumentation. Mal wieder ein Thema, was man so gar nicht wusste. Weiter so! Beitrag melden!

Reinhard R. | 19.02.2009 07:49

Die Bildung ist rund um den Erdball kaputt! Die Aufgaben sind nicht schwerer, als was ich mit 20, in Analysis, Algebra, Physik im Vordiplom an einer deutschen technischen Uni löste. Wir hatten kein multiple Choice, sondern auch sehr anspruchsvolle formale Beweise, meiner Meinung nach die schwierigste Kategorie von Aufgaben. Ich war damals in Physik der beste von 400 und in Analysis der 6.beste von 350. Hat es mir etwas für meine jetzige Forschertätigkeit gebracht? Quasi nicht, denn sich ein paar Wochen mit alten Aufgaben auf genau die Prüfungsmodalität zu "konditionieren" ist keine Vorbereitung auf das wahre Leben. Was ich heute brauche, ist die Fähigkeit Menschen zu führen, motivieren und inspirieren, mich tief und hartnäckig in umfangreiche Probleme einzudenken, kreative Lösungen zu entwerfen und sie rhetorisch elegant zu verkaufen. Das habe ich nicht in der Schule/Uni gelernt, sondern nur beim Spielen: Staudammbau, LEGO, Räuber & Gendarm. Eine Schande für unsere Zivilisation! Beitrag melden!

Kommentar verfassen

* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

GEO Kalender 2012


G+J Glossar
Partner-Angebote