GEO Magazin Nr. 12/05 - Die Abkehr vom Egoismus Seite 1 von 5

Text von Jens Schröder

Der Aufstieg des Guten

Warum sich immer mehr Freiwillige und Ehrenamtliche um das Gemeinwohl in Deutschland verdient machen - und das nicht nur zur Weihnachtszeit


Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!

 fhdfh

So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Mehr als 23 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland freiwillig und ohne Lohn. Sie organisieren sich in einer Million Vereinen, Bürgerinitiativen, Selbsthilfegruppen; pumpen Fußbälle auf und frisieren Pflegebedürftige, restaurieren Fachwerkhäuser und veranstalten Tombolas zugunsten krebskranker Kinder. Sie springen für kranke Lehrer ein, backen Nudelauflauf in der Schulküche, wenn sonst die Ganztagsbetreuung nicht gesichert werden könnte - und während ihres Urlaubs operieren sie in Elendsvierteln der "Dritten Welt" Patienten mit grauem Star.


Die Herrschaft der Egoisten ist eine Mär

Für Jahrzehnte schien das Engagement der Bürger in Deutschland kaum der Rede wert. Ausbildung, Kinder, Krankheit, Altern, Pflegen, Sterben - um alles kümmerte sich der Wohlfahrtsstaat, umsorgte uns in sämtlichen Lebenslagen mit Profis auf Planstellen. Doch der Sozialstaat hat die private Initiative nie komplett verdrängt, hat sie höchstens verdeckt. Wer die Zivilgesellschaft heute sucht, der findet sie vielleicht zersplitterter, aber auch vielfältiger denn je: ein beeindruckendes Mosaik guter Taten. Die düsteren Prophezeiungen einer selbstsüchtigen Spaßgesellschaft aus "Ichlingen" halten die meisten Sozialwissenschaftler für widerlegt. Das Gegenteil scheint zu stimmen: Die Bereitschaft zum Engagement wächst in allen Bevölkerungsschichten.


Die Zwickauer Tafel wird überrollt. Seit Hartz IV suchen immer mehr Menschen ihre Hilfe. 39 Ehrenamtliche engagieren sich hier (Foto von: Jordis Antonia Schlösser)
© Jordis Antonia Schlösser
Foto vergrößern
Die Zwickauer Tafel wird überrollt. Seit Hartz IV suchen immer mehr Menschen ihre Hilfe. 39 Ehrenamtliche engagieren sich hier

Das Wir-Gefühl ist auf dem Vormarsch

Allein 25000 Helfer sind zum Beispiel jede Woche in den rund 500 Vereinen der "Tafel" im Einsatz, sammeln in Supermärkten Lebensmittel kurz vor dem Verfallsdatum ein und verteilen sie an Bedürftige. "Weitere 10000 Freiwillige haben sich gemeldet, um neue Tafeln zu gründen oder in bestehenden mitzuarbeiten", sagt Bundesvorstand Matthias Mente.

"Alle reden von sozialer Kälte. Aber wir erleben jeden Tag das Gegenteil", berichtet der Tafel-Vorstand. "In Deutschland ist das Wir-Gefühl auf dem Vormarsch. Vielleicht das erste Zeichen für einen gesellschaftlichen Konsens: dass man die Ärmsten nicht allein lässt, wenn ihnen der Staat nicht mehr helfen kann."


Freiwillige leisten mehr Arbeit als der öffentliche Dienst

Besonders aktiv sind dabei die Mitglieder großer Familien, regelmäßige Kirchgänger und Pendler, die am Rande der Großstädte ihre oft neu gewachsene Nachbarschaft gestalten. Den größten Zuwachs verzeichneten die Forscher aber bei der Einsatzfreude von Arbeitslosen und Rentnern. Die Jugend hält mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr dagegen: Allein im September 2005 begannen mehr als 15000 junge Leute ihren Dienst in Altersheimen, Sportvereinen und Naturschutzgruppen. Forscher der Universität Stuttgart-Hohenheim haben berechnet, dass Ehrenamtliche und Freiwillige in Deutschland jedes Jahr rund fünf Milliarden Arbeitsstunden dem Gemeinwohl widmen - fast zehn Prozent mehr, als im gesamten bezahlten öffentlichen Dienst geleistet werden.


Projektleiterin Helga König (links) gibt mit einer Kollegin Wartemarken an die Bedürftigen aus. Das Los soll darüber entscheiden, wer die ersten Tüten bekommt. Und auch darüber, wer am Ende leer ausgeht (Foto von: Jordis Antonia Schlösser)
© Jordis Antonia Schlösser
Foto vergrößern
Projektleiterin Helga König (links) gibt mit einer Kollegin Wartemarken an die Bedürftigen aus. Das Los soll darüber entscheiden, wer die ersten Tüten bekommt. Und auch darüber, wer am Ende leer ausgeht

Der Staat bleibt in der Pflicht

Auf die Kraft der Bürger wollen alle bauen. Doch keiner weiß, wie viel sie tragen kann. Helga König weiss genau, wofür sie jede Woche ihre 30 Stunden bei der Zwickauer Tafel einsetzt. "Zum Beispiel für die Mütter mit fünf Kindern, die sich mal einen Frisörtermin leisten oder die Kinder ins Schwimmbad schicken können, weil sie bei uns einen Einkauf gespart haben." Vor allem aber weiß sie, wofür sie es nicht tut: für den Staat. Die Tafel sei nicht dafür da, um dem Staat als Ausfallbürge das Kürzen von Sozialleistungen zu erleichtern. Als die Zwickauer Behörden zu Beginn des Jahres allen Hartz-IV-Empfängern wie selbstverständlich den Gang zur Tafel empfahlen, musste Helga König die Verhältnisse zwischen Amt und Ehrenamt zurechtrücken. Die Tafel sei kein staatliches System der Grundversorgung, sondern ein freiwilliges Zubrot für die Ärmsten: "Das muss in die Köpfe rein."


Mehr zu "Der Aufstieg des Guten"

  • Linkliste "Bürgergesellschaft"

    Jens Schröder, der Autor des Beitrags "Der Aufstieg des Guten" (in GEO Nr. 12/2006), hat eine Linkliste zum Thema zusammengestellt. Falls Sie sich ehrenamtlich engagieren wollen, finden Sie hier Rat und Unterstützung
     


Seite 1 von 5
Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 


Momentan sind zu dem Artikel "Der Aufstieg des Guten" keine Kommentare vorhanden.

Kommentar verfassen

* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

GEO Kalender 2012


G+J Glossar
Partner-Angebote