Brauchtum Schöne Maibäume: Schmucke Stangen zum Feiern und Klauen
Überall in Deutschland feiern Dörfer Feste im Schatten eines Mai- oder Kirchweihbaums. Auf ihren Fotos zeigen Alexander und Antonia Feig besonders schöne Exemplare
Heidnische Eitelheit
Die Feste seien "unflätig" und eine "heidnische Eitelkeit", hieß es noch vor 350 Jahren – das englische Parlament untersagte sie deshalb sogar, genauso wie die Polizei in der Oberpfalz. Doch wirklich durchgesetzt haben sich diese Verbote nicht: Bis heute treffen sich Menschen stattdessen überall in Europa am 1. Mai, um im Zentrum ihres Orts einen Maibaum aufzustellen – und um darunter zu feiern. Andere Gemeinden errichten etwas später im Jahr ganz ähnlich aussehende Stämme, die Kirchweihbäume. Für viele Dorfgemeinschaften seien die festlich geschmückten Stangen nicht nur Ausdruck ihres Regionalstolzes, sagen die Fotograf*innen Alexander und Antonia Feig, sondern auch ein Zeichen ihres Zusammenhalts: "Steht ein solcher ‚Stammesbaum‘ im Ort, kann man sicher sein: Hier leben Menschen, die gemeinsam anpacken und sich gegenseitig unterstützen."
© Alexander & Antonia Felg