Tanz bei Bier und Blasmusik
Meist sind es Nadelbäume oder Birken, die zum Festbaum umgearbeitet werden. Etwa 20 bis 30 Meter ragen ihre Stämme in die Höhe, einzelne Exemplare messen aber auch mehr als 50 Meter. Als ungeschriebenes Gesetz gilt: Sie sollen den Kirchturm eines Orts nicht überragen. Vor dem Aufstellen werden sie morgens mit einer Prozession durchs Dorf getragen, meist zum Marktplatz. Dort feiern die Bewohner dann gemeinsam, mit Bier, Tanz und Blasmusik. Oft wird auch ein Gottesdienst abgehalten. Für Jugendliche startet ein großer Teil des Spaßes allerdings bereits vor dem eigentlichen Festtag. Denn viele Regionen in Deutschland kennen die Tradition des Baumstehlens: Dabei versuchen Nachbargemeinden, einander den Festbaum zu rauben, ihn mit Farbe zu beschmieren oder gar zu zersägen.
© Alexander & Antonia Felg