GEO WISSEN Nr. 36 - 10/05 - Zeit - Das ewige Rätsel Seite 1 von 2

Tempoforschung: Musik ohne Muße

Virtuosen spielen alte Kompositionen oft doppelt so schnell wie vor 200 Jahren; der Bildschnitt in Film, Fernsehen und Werbung wird auch immer rasanter. Wodurch hat sich diese Hast entwickelt?


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Der "Teufelsgeiger" Niccolò Paganini (1782-1840) mochte keine lyrischen, langsamen Sätze. Kurzerhand ließ er zum Beispiel bei Werken Ludwig van Beethovens jene Partien weg, bei denen seine Zuhörer sich aus Langeweile im Konzertsaal zu unterhalten begannen. Paganini war ein herausragender Vertreter der Zunft der Virtuosen. Diese hatten erst kurz zuvor die Bühnen betreten und rasch an Bedeutung gewonnen. Nahmen im 18. Jahrhundert noch meist die Komponisten selbst die Geige in die Hand oder setzten sich ans Hammerklavier, so standen in bedeutenden Konzerten bald "Handwerker" auf dem Podium, deren Kunst und Berühmtheit oft mehr strahlen sollte als die Qualität des Musikstücks. Dabei nahm die Spielgeschwindigkeit zu, wie als Ausweis reiner Virtuosität - und sie wurde als selbstverständlich akzeptiert.


Nach Mozart verstummt die Tempo-Kritik

Noch Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) hatte sich heftig gegen die hektische Interpretation seiner Werke verwahrt ("So ... spiellen und scheissen ist bey mir einerley"). Derartige Kritik sollte in der Folgezeit fast verstummen. Autoritäten der Moderne wie der Komponist Arnold Schönberg und der Philosoph Theodor W. Adorno unterstellten der schnelleren Spielweise bei bestimmten Musikstücken sogar höhere Authentizität. Zur Begründung führten sie scheinbar objektive Belege an, wie die von Beethoven akribisch notierten enormen Geschwindigkeiten einst als "unspielbar" geltender Werke: zum Beispiel 138 halbe Noten pro Minute in seiner Hammerklaviersonate Opus 106. Das war etwa fünfmal schneller, als ein Musiker einzelne Töne bewusst und kontrolliert zu spielen vermag.


Schneller, schneller: Mit dem Metronom hielt der Drill in den Musikbetrieb Einzug (Foto von: GEO.de)
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Schneller, schneller: Mit dem Metronom hielt der Drill in den Musikbetrieb Einzug

Die Anhänger des Metronoms irrten sich

Doch die Experten saßen womöglich einem Irrtum auf, wie der Musikwissenschaftler Willem Retze Talsma 1980 in einer unter Fachleuten umstrittenen These darlegte. Zwar habe Beethoven die Geschwindigkeit seiner Stücke nach Metronom-Zahlen bemessen - aber vermutlich nur die halbe Geschwindigkeit gemeint. Der Grund: Das um 1815 eingeführte Metronom war der Nachfolger eines Pendelchronometers, das nach einer Hin- und Rückbewegung des Pendels ein Glöckchen schlug, ähnlich wie ein Dirigent früher erst nach einer Auf- und Abwärtsgeste zum Taktgeben auf das Pult klopfte. So mögen manche Musiker im Metronom eine Art Pendel gesehen haben, das erst nach zwei Ausschlägen einen Taktschlag angab - obwohl es nun zweimal tickte. Wie Beethoven könnte auch Robert Schumann den Takt gezählt haben - seine Frau Clara hatte später fälschlich gemutmaßt, das Metronom ihres Gatten müsse wohl kaputt gewesen sein, als er die Geschwindigkeit notiert hatte. Ähnliches gilt vermutlich für eine ganze Reihe von Kompositionen, die im frühen 19. Jahrhundert nachträglich "metronomisiert" worden sind.


Die Musik spricht für sich

Auch wenn die Diskussion in vieler Hinsicht akademisch ist (die meisten Musiker kümmern sich wenig um Metronomzahlen und spielen nach Gefühl): Eine größere Zahl von Werken der Klassik wird heute doppelt so schnell aufgeführt wie früher. Ein eindrücklicher Beleg für Talsmas These lässt sich in Beethovens Werk selbst finden: Dort sind zahlreiche Passagen enthalten, in denen Singvogelstimmen nachgeahmt werden. Spielt man seine Stücke nur halb so schnell, entspricht die Länge eines musikalisch imitierten Nachtigallenrufs genau dem Original in der Natur.



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Kommentare zu "Tempoforschung: Musik ohne Muße"


hansfaust | 02.12.2010 18:32

Dem stimme ich zu. Beispiel: Beethovens Klaviersonate 5 (op.10 Nr.1) 3.Satz Finale - Prestissimo - Alla breve. Nach Mälzel ist Prestissimo 200-208 Schläge pro Minute. In diesem Falle 200 Halbe = 400 Viertel = 800 Achtel = 1600 16tel pro Minute (16tel sind als mehrtaktige Passagen im Stück zu finden). Das hieße in diesem Tempo würden ca. 26 Sechzehntel pro Sekunde zu spielen und zu hören sein .... Kommentar überflüssig. Bei dieser Geschwindigkeit ist es nicht mehr möglich, eine differenzierte Artikulation so zu spielen, dass sie auch zu hören, die aber vorhanden ist (Legato - Portato - Staccato) - und auch noch auf 8tel. So ist das Prestissimo wohl als "so schnell als möglich" aufzufassen, und zwar auf den kleinsten Notenwert (16tel) bezogen (wie damals üblich). In diesem Tempo ist das Stück mit allen Artikulationen sauber spielbar UND auch hörbar. Ich wünsche mir, dass die brillianten Klaviervirtuosen im Konzert öfter an uns Hörer denken. Musik hat nichts mit Sport zu tun Beitrag melden!

ettlin | 20.11.2010 16:10

es gibt klare und unumstössliche indizien, dass die klassische musik heute (wieder) viel zu schnell gespielt wird. die gründe sind in diesem artikel klar aufgeführt. die musikerinnen haben keine zeit zum "spielen", die zuhörer keine musse zum, hören. man lese auch die thesen von sergiu celibidache und nehme sich allenfalls viel zeit zum hören seiner aufnahmen. Beitrag melden!

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