Medizin Fragen und Antworten zum Corona-Virus

Der Alltag in Deutschland steht gerade Kopf: Die Schulen sind geschlossen, Konzerthäuser und Fußballstadien auch – und Expertinnen und Experten raten, dass ihr weder Großeltern noch Freundinnen und Freunde besuchen sollt. Der Grund für all das ist ein Corona-Virus. Was das ist und was es damit auf sich hat, lest ihr hier
Fragen und Antworten zum Corona-Virus
In diesem Artikel
Was ist das Corona-Virus?
Wie gefährlich ist das Corona-Virus?
Wie stecken sich Personen an?
Warum fällt die Schule aus?
Wie könnt ihr euch und andere vor dem Virus schützen?
Wie geht es nun weiter?

Was ist das Corona-Virus?

Aktuell erkranken viele Menschen auf der ganzen Welt an einem sogenannten Corona-Virus. Mit genauem Namen heißt das Virus SARS-CoV-2. Es löst die Krankheit Covid-19 aus: Covid ist eine Abkürzung für Corona Virus Disease, englisch für „Corona-Virus-Krankheit“, und die 19 steht für das Jahr in dem die Krankheit ausgebrochen ist, also 2019. 

Wer sich mit dem Corona-Virus ansteckt, kann zuerst Halskratzen oder hin und wieder auch Schnupfen, dann trockenen Husten und Fieber bekommen, selten haben Erkrankte auch Durchfall. Manche Menschen leiden aber auch unter Atemproblemen oder bekommen eine Lungenentzündung.

Wie gefährlich ist das Corona-Virus?

Bei den meisten Menschen verläuft die Krankheit Covid-19 milde, laut Expertinnen und Experten ungefähr so wie eine harmlose Erkältung. Für Menschen, die sowieso schon krank oder schwach sind, ist das Virus aber besonders gefährlich – sie können daran sehr schwer erkranken. Diese Menschen müssen wir darum besonders gut vor einer Ansteckung schützen.

Wie stecken sich Personen an?

Coronaviren sind winzig klein, hunderte Millionen von ihnen passen auf einen Stecknadelkopf. Für uns sind sie also quasi unsichtbar. Hustet, niest oder spricht eine erkrankte Person, verteilt sie die Viren in der Luft – und wer danebensteht und sie einatmet kann sich anstecken.

Die Viren können aber auch über die Hände weitergegeben werden: Putzt sich ein Coronapatient etwa die Nase und greift danach an einen Türgriff, bleiben dort unter Umständen Viren kleben. Macht nun ein anderer die Türe auf, hat er die Krankheitserreger an der Hand. Jetzt muss er sich nur noch unbedacht die Augen reiben oder ein paar Pommes mit den Fingern essen – und schwupps ist er unter Umständen angesteckt.

Bis die Krankheit wirklich ausbricht, kann es zwei Wochen dauern. Das Fiese: Auch in der Zeit, in der sich eine Person noch nicht so richtig krank fühlt, kann sie aber schon ansteckend sein.

Warum fällt die Schule aus?

Auch wenn die Krankheit oft milde verläuft – für bereits kranke, alte oder schwache Menschen ist sie gefährlich und kann lebensbedrohlich sein. Diese Menschen müssen darum unbedingt medizinisch versorgt werden, falls sie sich anstecken.

Aber: Je mehr Menschen sich anstecken, desto mehr Menschen erkranken auch schwer und müssen im Krankenhaus versorgt werden. Dort gibt es aber nur begrenzt Platz. Darum ist es wichtig, dass die Krankheit sich langsam ausbreitet - damit genügend freie Krankenhausbetten, genügend Medizin und ausreichend Ärztinnen und Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger da sind, um erkrankte Menschen zu versorgen.

Also haben alle deutschen Bundesländer beschlossen, dass die Menschen soweit es geht zu Hause bleiben sollen, auch Schülerinnen und Schüler. Und auch Veranstaltungen, bei denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, finden zur Zeit nicht statt: Konzerthäuser sind geschlossen, Eishockey-, Handball-, oder Fußballspiele wurden abgesagt.

Wie könnt ihr euch und andere vor dem Virus schützen?

Besonders wichtig ist es, sich regelmäßig und ausführlich mindestens 10 Sekunden lang die Hände zu waschen. Das ist in etwa so lange, wie wenn ihr einmal „Happy Birthday“ singen würdet. Achtet darauf, dass ihr nicht nur die Handflächen, sondern auch eure Finger, Fingerkuppen, Fingernägel und auch die Haut zwischen euren Fingern einseift und abwascht. Habt ihr es drauf? Probiert es im Online-Handwasch-Spiel des staatlichen Gesundheitssystems in Großbritannien und Irland, NHS, aus.

Hustet oder niest euch außerdem nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge. Oder benutzt dazu ein Einwegtaschentuch und werft es danach weg. Und haltet Abstand von anderen Menschen mit Husten, Schnupfen oder Fieber – und schüttelt euch nicht die Hände oder klatscht euch mit den Händen ab. Jetzt ist die Zeit, sich neue lustige Begrüßungsformeln einfallen zu lassen. Wie begrüßt sichs denn etwa mit dem Fuß?

Expertinnen und Experten raten noch dazu, sich mit den Händen nicht ins Gesicht zu langen, vor allem nicht in Mund, Nase oder Augen. Denn über die Schleimhäute nehmen wir Viren und Bakterien auf und können uns anstecken.

Wie geht es nun weiter?

Die Nachrichten zum neuartigen Corona-Virus überschlagen sich, jeden Tag kommen neue Meldungen hinzu. Darum halten wir euch ab Mittwoch, den 18. März in unserem täglichen GEOlino-Podcast auf dem Laufenden. Wir helfen euch, den Überblick zu bewahren und mitreden zu können.

GEOlino-Moderatorin Ivy fragt nach: Was ist ein Virus? Woher kommt SARS-CoV-2, und was hat es mit Fledermäusen zu tun? Wie kann man sich vor dem Virus schützen? Und wie gegen schlechte Laune wappnen, wenn einem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt? Natürlich haben wir viele Tipps für euch parat, nicht nur zum Händewaschen, sondern vor allem gegen die Langeweile. Hört ab Mittwoch jeden Nachmittag rein, in unser GEOlino-Spezial „Gemeinsam gegen Corona“!

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