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Das Tausch-Wunder: Vom Luftballon zum Auto
Der 18-jährige Schüler Jakob Strehlow tauscht sich reich - und das für einen guten Zweck! Erfahrt hier mehr über sein ungewöhnliches Projekt. Mit Interview und Fotostrecke
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Angefangen hat alles mit einem grünen Luftballon, den Jakob im Januar 2012 auf seiner Internetseite zum Tausch anbot.
Das Prinzip seines einjährigen Projekts ist einfach: Er tauscht Gegenstände gegen wertvollere Dinge ein und erhöht so ständig den Wert.
Ein Jahr lang stellte sich nun die Frage: Was wird aus dem Luftballon? Vielleicht ein Auto? Oder sogar ein Haus? Was auch immer am Ende der Tauschkette steht: Jakob spendet es dem Jugendausschuss seines Heimatorts, dem STV Sörup. Unglaublich - aber wahr: Inzwischen hat er es geschafft, über sieben Tausch-Stationen einen Kleinwagen zu ergattern!
In unserer Fotostrecke könnt ihr euch die einzelnen Tausch-Schritte anschauen und erfahren, was ihm noch so alles angeboten wurde. Außerdem hat uns Jakob alles über sein ungewöhnliches Projekt erzählt.
Jakob, wie bist du auf die Idee zu diesem Projekt gekommen?
Für den Realschulabschluss muss bei uns in der Schule jeder Schüler ein einjähriges Projekt durchführen. Während meiner Ausbildung zum Jugendbetreuer hatte ich mal die Aufgabe, in zwei Stunden einen Aufkleber in etwas möglichst Hochwertiges einzutauschen. Am Ende hatte ich einen Pullover! Ich dachte mir, dass man das auch größer aufziehen könnte. Denn wenn man in zwei Stunden aus einem Aufkleber einen Pullover machen kann, muss man in einem ganzen Jahr etwas richtig Großes hinbekommen. Gesagt, getan!
Wie haben deine Lehrer auf deine Projektidee reagiert?
Die Lehrer waren zwar begeistert, aber auch ein bisschen skeptisch. Sie dachten: "Funktioniert das überhaupt? Kann er darüber viel schreiben?". Ich habe dann gesagt: "Lasst es mich bitte machen! Es ist etwas Einzigartiges und wirklich ein Experiment". Das hat sie dann überzeugt.
Hast du dir ein Beispiel an anderen Leuten genommen, die ein ähnliches Tauschprojekt durchgeführt haben?
Nein! Als ich mein Projekt gestartet habe, wusste ich gar nicht, dass es solche Leute schon gab. Von dem Kanadier Kyle MacDonald, der sich von einer Büroklammer zum Haus getauscht hat, habe ich erst später gehört.
Wie viel Zeit hast du schon in dein Projekt gesteckt?
Viel zu viel (lacht). Im Schnitt sitze ich täglich zwei Stunden an dem Projekt. Und das schon seit gut einem Jahr.
Nach welchen Kriterien entscheidest du, ob du ein angebotenes Tauschobjekt annimmst?
Für mich ist das Wichtigste, dass ich die Sache gut weitertauschen kann! Der reine Wert ist also nicht immer das Entscheidende. Das Tonstudio, das ich vor dem Ford Fiesta hatte, war mehr wert als das Auto, aber ich dachte, dass ich mit einem Auto besser vorankomme.
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