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Kino-Tipps


Kinotipp: Gregs Tagebuch 2 - Gibt's Probleme?

Greg Heffley ärgert sich mal wieder an der Junior High School mit alltäglichen Problemen ab. Dazu zählt auch sein Bruder Rodrick. Mit Trailer!


Gregs Leben ist nicht leicht (Foto von: 2000-2011 20th Century Fox)
© 2000-2011 20th Century Fox
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Gregs Leben ist nicht leicht

Endlich! Greg Heffley (Zachary Gordon) hat das berüchtigte erste Jahr der Junior High School, in dem die Neulinge von den älteren Schülern traditionell gepiesackt werden, hinter sich gelassen. Im zweiten Jahr ist die Lage schon viel entspannter – jedenfalls innerhalb der Schule. Der inzwischen 12-Jährige freut sich auf das neue Schuljahr und darauf, nicht mehr zu den Kleinsten in der Schule zu gehören. Zuhause aber muss sich Greg mit seinem großen Bruder Rodrick (Devon Bostick) herumärgern, dessen größte Freude es ist, den kleinen Bruder zu tyrannisieren. Doch nicht nur Rodrick, auch die Eltern der beiden Brüder (Rachael Harris und Steve Zahn) sind wahre Experten darin, Greg öffentlich bloßzustellen. Im Gegensatz zum großen Bruder machen sie das allerdings eher versehentlich. Besonders unangenehm wird es, als Greg sein Glück bei der süßen Klassenkameradin Holly (Peyton List) versuchen will und dabei gleich mehrfach in überaus peinliche Situationen gebracht wird.


Gregs Mutter ist reichlich genervt von den dauernden Streitigkeiten ihrer Söhne und versucht, die beiden durch Bestechung zusammenzubringen. Doch nicht die Belohnungen, die Greg und Rodrick für gemeinsame Aktivitäten bekommen, schweißen die Brüder schließlich zusammen, sondern das gemeinsame Verheimlichen einer wilden Party, die Rodrick in der Abwesenheit der Eltern veranstaltet. Tatsächlich scheinen sich die beiden dadurch etwas anzunähern. Rodrick gibt seinem kleinen Bruder sogar Tipps, wie er den harten Schulalltag meistern und vielleicht sogar seine Angebetete erobern kann. Doch Greg wäre nicht Greg, würde ihn letztlich nicht doch wieder sein Pech einholen und die Idylle zerstören...


Das offizielle Filmplakat  (Foto von: 2000-2011 20th Century Fox)
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Das offizielle Filmplakat

Wenige Neuerungen, viel Altbekanntes

Der erste Film zur erfolgreichen Kinderbuchreihe des Amerikaners Jeff Kinney, "Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt", kam im September 2010 in die deutschen Kinos und wurde ein Überraschungserfolg. 138 Millionen Dollar spielte der Film weltweit ein. Für die Produzenten war klar, dass ein zweiter Film gedreht werden musste. Allerdings hatten sie es etwas zu eilig, denn "Gregs Tagebuch 2 – Gibt’s Probleme?" wirkt unfertig und streckenweise auch nicht durchdacht. Die aus dem ersten Teil bekannten Figuren tauchen fast ausnahmslos wieder auf, haben aber außer Gregs bestem Freund Rupert (Robert Capron) keine Überraschungen auf Lager. Der Film ist gänzlich auf die Beziehung der Heffley-Brüder ausgerichtet. Im Vergleich zum ersten Teil, in dem viele einzelne Anekdoten erzählt wurden, ist das ein Pluspunkt. Zwar erzählt Regisseur David Bowers die zusammenhängende Geschichte ziemlich platt, aber dafür anschaulich. Jedes Kind mit einem älteren Bruder kann sich in Gregs Gefühle hineinversetzen. Für eine Laufzeit von fast 100 Minuten reicht die Geschichte allerdings nicht aus, weshalb sich Bowers mit kleinen Nebenhandlungen behilft. Dadurch wird der Film etwas verwirrend und chaotisch.


Visuell ist alles beim Alten geblieben: Passagen des Films werden in einer Mischung aus Zeichentrick und Realfilm erzählt und die Schauspieler benehmen sich durch die Bank wie überdrehte Comicfiguren. Bestes Beispiel dafür ist Steve Zahn, der als Gregs Vater buchstäblich seine Haare rauft und fast während des gesamten Films seine Augen comichaft weit aufreißt. Der Film bietet eine Menge Slapstick, doch viele Gags zünden nicht. Einige wirken zu konstruiert, andere sind schlicht albern.

Die gute Chemie zwischen den Schauspielern macht aber wie schon im ersten Film vieles wieder wett. "Gregs Tagebuch 2 - Gibt's Probleme?" ist ein echter Kinderfilm, der bei einer älteren Zielgruppe eher wenige Freunde finden wird und hinter dem ersten Teil deutlich zurückbleibt. Bei aller Kritik ist der Film aber keineswegs schlecht, sondern ein sympathischer Kinderfilm, der sich echte Probleme von Jugendlichen zum Thema nimmt, nur leider etwas über das Ziel hinaus schießt.



Fazit

"Gregs Tagebuch 2 - Gibt's Probleme?" kann mit seinem Vorgänger nicht mithalten, bietet aber eine zusammenhängende Geschichte, die weitgehend gut erzählt wird. Mit seiner Konzentration auf Slapstick und teilweise etwas albernem Humor ist der Film eher etwas für jüngere Zuschauer.

"Gregs Tagebuch 2 - Gibt's Probleme?" – ab 2. Juni im Kino


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