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Kurz erklärt Woher weiß man eigentlich, wann ein Vulkan ausbricht?

Kurz erklärt: Dass ein Vulkan bald ausbrechen wird, kündigen erste Signale an: Der Berg erzittert, Gestein, Wasserdampf und erste Aschewolken treten aus
Dass ein Vulkan bald ausbrechen wird, kündigen erste Signale an: Der Berg erzittert, Gestein, Wasserdampf und erste Aschewolken treten aus
© Stocktrek Images/Getty Images
Der Ausbruch des Vulkans auf der neuseeländischen Insel White Island hat vielen Menschen das Leben gekostet. Hätten sie eher gewarnt werden können? Und wie bemerkt man eigentlich, dass ein Vulkan ausbricht?

Ein Vulkan, der vor dem Ausbruch steht, sendet verräterische Signale: Der steigende Druck in seinem Inneren lässt den Berg erzittern, aus seinem Gestein und dem Schlot steigen Gase und Wasserdampf auf. Bisweilen schießen erste Aschewolken in den Himmel. Wissenschaftler machen sich dieses Verhalten zunutze.

Geophysiker rüsten Vulkane zum Beispiel mit Sensoren aus, die Gase "erschnüffeln"; Seismometer, eine Art Bewegungsmelder, zeichnen Erschütterungen auf; Wärmekameras bestimmen die Temperatur der emporgeschleuderten Partikel. Und Satelliten im Weltall beobachten den Berg regelmäßig und bemerken sofort, wenn sich die Oberfläche verändert oder Wärme austritt.

Der Aufwand lohnt sich: Dank der vielen Messmethoden können heute etwa acht von zehn Ausbrüchen rechtzeitig vorhergesagt werden.

Auch für den Vulkan auf White Island gab es entsprechende Vorhersagen. Das neuseeländische Institut für Geologie hatte die Warnstufe in den vergangenen Wochen immer wieder heraufgesetzt, weil eine erhöhte Aktivität im Inneren des Vulkans gemessen werden konnte. Warum trotzdem Touren für Touristen zum Vulkan angeboten wurden, muss noch geklärt werden.


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