Die Taufe der Wildbiene


Vor kurzem durften Schüler stolz den von ihnen gewählten neuen Namen einer Wildbienenart verkünden: Scrapter exiguus. Mit der Taufe der Insektenart haben die Gymnasiasten aus Niedersachsen ein Stück Biologiegeschichte geschrieben
Stolz präsentieren die Schülerinnen des Gymnasiums Nordhorn bei der Preisverleihung in Frankfurt den neuen Namen der Wildbiene: Scrapter exiguus
Stolz präsentieren die Schülerinnen des Gymnasiums Nordhorn bei der Preisverleihung in Frankfurt den neuen Namen der Wildbiene: Scrapter exiguus
© Wissenschaftsjahr Zukunftsprojekt Erde / BMBF

Alles begann mit einer Entdeckung von Dr. Michael Kuhlmann: In Afrika stöberte der Insektenforscher eine sehr kleine Art der Wildbiene auf. Gerade einmal vier Millimeter misst das mattschwarz glänzende Insekt. Nur: Wie sollte die neu entdeckte Bienenart heißen?

In einem Wettbewerb um das schönste Wildbienenhotel von "Zukunftsprojekt Erde" wurden nun die stolzen Gewinner ausgewählt. Schüler des niedersächsischen Gymnasiums Nordhorn hatten einen alten Waschzuber mit Ton, Sand, Schilf und Bambus zu einem gemütlichen Nistplatz für Wildbienen umfunktioniert und damit den ersten Preis erlangt. Nun durften die Schüler die noch namenlose Wildbienenart benennen. Sie entschieden sich für den etwas merkwürdigen Namen "Scrapter exiguus".

Biologen taufen neue Pflanzen- und Tierarten immer auf einen einzigartigen lateinischen Namen, der aus zwei Teilen besteht: dem Gattungs- und dem Artnamen. "Scrapter" ist also die Wildbienen-Gattung, "exiguus" ist der Artname und bedeutet so viel wie "winzig". Ein sehr treffender Name also für eine der kleinsten Wildbienen.

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