Kinotipp: Die Schlümpfe in 3D

Sechs Schlümpfe werden nach einem Angriff ihres Erzfeides Gargamel ins moderne New York katapultiert. Verzweifelt versuchen sie, in ihre Welt zurückzukehren. Doch Gargamel ist ihnen schon auf den Fersen. Mit Trailer und Gewinnspiel!
In diesem Artikel
Fazit

Im Dorf der Schlümpfe, diesen kleinen blauen Wesen mit sonnigem Gemüt, herrscht rege Betriebsamkeit. Alle, der ziemlich genau 100, Schlümpfe sind schwer beschäftigt mit den Vorbereitungen zum "Fest des blauen Mondes". Dabei wird der Mond mit einem besonders blauen Farbton leuchten und magische Kräfte haben. Alles soll perfekt sein, weshalb Tollpatsch Clumsy von den übrigen Schlümpfen gemieden wird. Schließlich tritt dieser in jedes nur findbare Fettnäpfchen! Verdrießlich zieht Clumsy umher und trifft dabei auf Gargamel (Hank Azaria), den boshafen Zauberer, der den Schlümpfen wo er nur kann nachzusetzen pflegt. Auf der Flucht führt Clumsy Gargamel versehentlich mitten ins Schlumpfdorf, wo dieser mit seiner fiesen Katze Azrael großes Chaos verursacht. In heller Aufregung fliehen die kleinen Schlümpfe und wieder ist es Clumsy, dem kein Unglück erspart bleibt und der den falschen Weg einschlägt. Familienoberhaupt Papa Schlumpf und einige weitere versuchen ihn zu retten und folgen ihm, doch zu allem Überfluss öffnet der magische blaue Mond ein Portal, durch dass sechs der Schlümpfe eingesogen und im modernen New York wieder ausgespuckt werden.

Kinotipp: Die Schlümpfe in 3D

Das offizielle Filmplakat zu

"Die Schlümpfe in 3D"

In der großen Stadt erst einmal orientierungslos versuchen sich die gestrandeten Schlümpfe zurecht zu finden und landen dabei versehentlich in der Wohnung des Marketing-Experten Patrick Winslow (Neil Patrick Harris) und seiner schwangeren Frau Grace (Jayma Mays). Die beiden sind nach dem ersten Schreck bereit, den Schlümpfen zu helfen, auch wenn Patrick in seinem Beruf gerade unter großem Druck steht und auch hinsichtlich seiner baldigen Vaterrolle noch unsicher ist. Hilfe haben die kleinen Gesellen aber dringend nötig, denn Gargamel ist ihnen durch das Portal gefolgt und hat Böses mit ihnen vor: Unter Folter will er ihnen Schweiß, Tränen und Haare entwenden um daraus "Schlumpfessenz" zu brauen, die ihm seine magischen Kräfte verleiht. Außerdem wird für die Rückreise der blaue Mond benötigt, der nur kurze Zeit so magisch blau leuchtet. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...

Aus alt mach neu

Die Schlümpfe gibt es schon sehr lange: Im Jahr 1958 traten sie erstmals in einem Comic des belgischen Zeichners "Peyo" (eigentlich Pierre Culliford) auf. Damit begann ein internationaler Siegeszug der kleinen, blauen Wesen. Comics, ein Kinofilm sowie eine über 400 Folgen umfassende Fernsehserie machten sie auf der ganzen Welt berühmt. Nun hat Regisseur Raja Gosnell sich mit den Sony Animation Studios daran gewagt, sie auch in der dritten Dimension auf die Leinwand zu bringen. Was schnell auffällt, ist die zwar unerwartete, doch sehr ausgewogene Wahl der Schlümpfe, die es ins moderne New York verschlägt. Neben Papa und Clumsy Schlumpf gehört dazu das einzige Mädchen des Dorfs, Schlumpfine, der Besserwisser Schlaubi Schlumpf, Griesgram Muffi Schlumpf und McTapfer Schlumpf, der seinem Namen alle Ehre macht. Die Mischung dieser Sechs funktioniert hervorragend und spiegelt das Spektrum der Schlümpfe sehr schön wider. Als menschliche Unterstützer wurden Neil Patrick Harris und Jayma Mays verpflichtet, die einen guten, wenn auch nicht überragenden, Job gemacht haben. Gut gelungen ist auch Widersacher Gargamel, der von Hank Azaria griesgrämig und ein wenig albern verkörpert wird.

Kinotipp: Die Schlümpfe in 3D

Durch ein Portal geht's ab nach New York

Kinotipp: Die Schlümpfe in 3D

Erzfeind Gargamel ist den kleinen, blauen Wesen auf der Spur

Die Geschichte des Films ist äußerst geradlinig, was für die Zielgruppe aber absolut in Ordnung ist. Große Konflikte sucht man bei den Schlümpfen vergebens und auch die Zweifel Patrick Winslows bezüglich seiner Vaterschaft werden eher am Rande behandelt - und natürlich gelöst! Die Animationen und Effekte im Film lassen keine Wünsche offen. Die Schlümpfe sind niedlich animiert und auch die Mimik von Gargamels Katze Azrael wird für Lacher in den Kinosälen sorgen. Im spannenden Finale wird ein ansehnliches Feuerwerk von Effekten abgebrannt, allerdings ohne jemals zu düster oder brutal zu werden. Ohnehin ein Vorzug des Films ist die Abwesenheit von direkter Gewalt. Wird Gargamel von einem Linienbus erfasst, so rutscht er comicartig und mit einem trockenen Spruch von der Windschutzscheibe. Wird Papa Schlumpf von dem bösen Zauberer gefoltert, dann auf beinah komische Art. Der Film ist also uneingeschränkt für Kinder empfehlenswert.

Der Film hat auch seine Schwächen: Es wird unheimlich viel gerannt, gesprungen und gehetzt, was ein wenig stressig werden kann. Auch wurden die 3D-Effekte sehr unaufdringlich, damit aber auch relativ unnötig eingesetzt. Die "Drei-Äpfel-Hochs" sind ein Eckchen zu modern geraten und der tollpatschig-klamaukige Humor ist bisweilen etwas zu albern. Diese Kritikpunkte trüben den sehr guten Gesamteindruck des Films allerdings kaum.

Fazit

Die Schlümpfe sind in der dritten Dimension angekommen und können durchaus überzeugen. Fans der Serie und der Comics werden auf ihre Kosten kommen - wenn sie sich von einer Schlumpfgeschichte außerhalb Schlumpfhausens überzeugen lassen. Wer die schlümpfe noch nicht kennt, wird mit den schlumpfigen Kreaturen seinen Spaß haben!

"Die Schlümpfe in 3D!" - seit 4. August im Kino!

Die Schlümpfe in 3D

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