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Die Sonne – der grelle Kraftprotz

Wunderbar: Endlich Frühling, Sonne, Eisessen ... Lest hier, warum es ohne die Sonne kein Leben geben könnte, wie die Sonne unsere Kulturen prägt und was bei einer Sonnenfinsternis passiert.


Ohne Sonne kein Leben

Die Sonne ist der wichtigste Himmelskörper in unserem Sonnensystem – von ihr hängt alles Leben auf der Erde ab, pflanzliches ebenso wie tierisches. Ohne die Strahlungsenergie der Sonne würde die pflanzliche Photosynthese nicht funktionieren. Dann könnte ein Großteil der Pflanzen nicht wachsen und somit auch keinen für alle Lebewesen lebensnotwendigen Sauerstoff produzieren, der bei der Photosynthese entsteht. Das schädliche CO2 hingegen könnte nicht abgebaut werden und würde uns innerhalb kürzester Zeit vergiften. Ohne die Sonne gäbe es keine Verdunstung und damit auch keinen Regen – unser schöner grüner Planet wäre dann weder grün noch lebendig!


Die Sonne als natürliche Uhr

Doch die Sonne ist nicht nur überlebenswichtig, sie spielt auch eine wichtige Rolle in unserer Kultur. Der Wechsel von Sonnenlicht und Dunkelheit bildet einen ganz bestimmten natürlichen Rhythmus, der die Jahreszeiten prägt und zur Entwicklung des Kalenders geführt hat. Der wiederum war überlebenswichtig für alle Landwirtschaft betreibenden Kulturen. Das Licht der Sonne bestimmt außerdem, wann und wie lange Tiere (und, bis auf Ausnahmen, auch Menschen) aktiv sind beziehungsweise schlafen: Vögel beispielsweise beginnen bei einer bestimmten morgendlichen Helligkeit mit ihrem Gesang. Dieses Phänomen wird auch "Vogeluhr" genannt. Manche Insekten sind heller beziehungsweise dunkler gefärbt, wenn sich ihre Raupen in einer Zeit mit wenigen beziehungsweise vielen Sonnenstunden am Tag entwickelt haben.


Wie die Sonne unsere Kulturen prägte

Weil die Menschen schon sehr früh erkannten, welche große Bedeutung die Sonne für alles Leben hat, verehrten sie die Sonne in den Mythen und Religionen aller Kulturen. So hat jede Religion ihren eigenen Sonnengott. Unregelmäßigkeiten wie eine Sonnenfinsternis lösten in früheren Kulturen große Bestürzung aus. Im alten China beispielsweise glaubte man, dass ein Drache die Sonne verschlingt und versuchte ihn durch Lärm zu vertreiben und so die Sonne zu befreien.


Wenn sich die Sonne verdunkelt …

Heute wissen wir, dass eine Sonnenfinsternis nichts mit Zauberwesen oder Schicksal zu tun hat. Stattdessen passiert Folgendes: Der Mond schiebt sich zwischen Erde und Sonne und wirft seinen Schatten auf die Erdoberfläche. Die Sonne wird also eigentlich gar nicht "finster", sondern leuchtet weiter. Vollständige Sonnenfinsternisse kommen allerdings nur einmal in einigen hundert Jahren vor, weil der Mond dazu besonders nah an der Erde stehen muss, was nur sehr selten der Fall ist. Häufiger sind dagegen partielle Sonnenverdeckungen. Die nächste partielle Sonnenfinsternis gibt es übrigens am 4. Januar 2011. Die Sonne wird dann in Nordafrika, Westasien und fast ganz Europa nur noch teilweise zu sehen sein.


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