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Kino-Tipps


Kinotipp: Drachenzähmen leicht gemacht

Der Wikingerjunge Hicks will wie sein Vater sein Dorf vor räuberischen Drachen beschützen. Als er aber einen besonders seltenen Drachen fängt, freundet er sich mit ihm an – und muss ihn schon bald vor dem Rest der Dörfler schützen Mit Trailer!


 (Foto von: How to Train Your Dragon  & © 2010 DreamWorks Animation L.L.C.)
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Die kleine Insel Berk hoch oben im Norden ist die Heimat eines wilden Wikingerclans. Angeführt werden die Nordmänner von Haudrauf "dem Stoischen" (gesprochen von "Tatort"-Komissar Dominic Raacke), dem stärksten und wildesten Wikinger der Insel. Dessen Sohn Hicks – Beiname "der Hühne" (gesprochen von Daniel Axt) - schlägt allerdings deutlich aus der Art: Er ist klein, schmächtig und für den Kampf gegen Drachen völlig ungeeignet. Das jedenfalls lässt ihn die Dorfgemeinschaft bei jeder Gelegenheit wissen.

Um seine Ehre zu retten und auch ein bisschen um die schöne Astrid (gesprochen von Emilia Schüle) zu beeindrucken, zieht Hicks bei einem Drachenangriff auf eigene Faust los. Und tatsächlich: Mithilfe eines selbstgebauten Katapults schießt er einen gefürchteten Nachtschatten vom Himmel!


Nachtschatten sind die gefährlichsten Drachen, denn sie sind schnell und bei Nacht fast unsichtbar. Noch nie hat ein Wikinger einen Nachtschatten zu Gesicht bekommen. Leider geht bei Hicks’ Jagd anschließend einiges schief, wodurch er den Drachen versehentlich Schützenhilfe leistet. Seinen Abschuss glaubt ihm im Dorf hinterher niemand. Also zieht Hicks alleine los und findet den verletzten Drachen im Wald. Den Gnadenstoß bringt er dann aber doch nicht übers Herz und lässt ihn frei. Weil der Drache mit seiner Verletzung nicht richtig fliegen kann, sitzt er nun in einer kleinen Schlucht fest. Hicks versucht zu helfen - und freundet sich mit ihm an. Bald schon muss er feststellen, dass Drachen keineswegs blutrünstige Monster, sondern eigentlich recht freundliche Tiere sind.

Hicks lernt eine Menge über Drachen und ist bald schon der Star seiner Klasse – die Kinder von Berk werden nämlich in der Bekämpfung von Drachen unterrichtet. Auch Hicks’ Vater, der ihn schon als Versager abgestempelt hat, ist mächtig stolz auf seinen generalüberholten Sohn. Allerdings regt sich bei seinen Mitschülern Misstrauen - Probleme sind vorprogrammiert.


 (Foto von: How to Train Your Dragon  & © 2010 DreamWorks Animation L.L.C.)
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Ein bisschen von allem

In "Drachenzähmen leicht gemacht" tauchen Elemente aus vielen bekannten Geschichten auf: Die naheliegendste Parallele besteht zu Wikingerkind "Wickie", der seinem Clan ebenfalls eher mit Köpfchen als starken Fäusten behilflich ist. Berk erinnert ein wenig an das Dorf der unbesiegbaren Gallier aus "Asterix und Obelix", das sich ebenfalls standhaft permanenter Angriffe erwehren muss, und die Geschichte von eigentlich liebenswerten Drachen wurde schon in dem Film "Dragonheart" erzählt. Nichtsdestotrotz: Die Mischung funktioniert großartig!

Dreamworks Animation ("Shrek", "Kung Fu Panda") hat wirklich alles richtig gemacht. Das Drehbuch ist sehr gut gelungen und führt den Zuschauer geschickt durch alle Höhen und Tiefen, die die Protagonisten durchleben. Längen oder langweilige Stellen sucht man vergebens - selbst die in anderen Filmen oft langatmig dargestellte Liebesgeschichte ist unterhaltsam. Witzige Nebendarsteller peppen die teilweise urkomischen Szenen zusätzlich auf.


 (Foto von: How to Train Your Dragon  & © 2010 DreamWorks Animation L.L.C.)
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Nicht nur bei den Wikingern, auch bei den Drachen wurde Fantasie bewiesen: Die geflügelten Monster strotzen nur so vor witzigen Ideen. Vom pummeligen "Gronckel", der eher einer Hummel ähnelt, über den zweiköpfigen "wahnsinnigen Zipper", der wie ein Feuerzeug funktioniert (ein Kopf speit Gas, der andere produziert Funken) bis zum "riesenhaften Albtraum", der optisch etwas an den Mini-Drachen Mushu aus Disneys "Mulan" erinnert. Nur ist er - wie der Name schon sagt - ziemlich groß und furchteinflößend.

Die Animationen sehen fantastisch aus - besonders während des furiosen Finales wagt man kaum zu blinzeln, um nichts zu verpassen. Die deutsche Version hört sich gut an. Die Sprecher haben den Nordmännern einen kräftigen, nordischen Akzent verpasst, der auf witzige Weise so gar nicht zu den wilden Kriegern passt.


Fazit:

Ein rundum gelungener Kinospaß, nicht nur für Kinder. Hicks und sein Stamm erleben ein irrwitziges Abenteuer, das mit viel Tempo, toller Optik und viel Spaß erzählt wird.

"Drachenzähmen leicht gemacht" - ab 25. März im Kino!





Die Vorlage:

"Drachzähmen leicht gemacht" orientiert sich an der Buchreihe um "Hicks den Hartnäckigen" der Britin Cressida Powell. In den Büchern "Drachensprache leicht gelernt", "Drachenzähmen leicht gemacht" und "Seeräubern leicht gemacht" erzählt Hicks mit viel Humor von seinem Leben bei den Wikingern - und natürlich von seinen Begegnungen mit Drachen! Seine Abenteuer besteht der kleine Nordmann dabei immer mit einer Menge Grips und lustigen Ideen.






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