Kinotipp Kinotipp: Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte

Die Geschwister Lucy und Edmund besuchen mit ihrem Cousin Eustace etwas unfreiwillig die fantastische Welt Narnia. Dort helfen sie König Kaspian im dritten Teil der Filmreihe bei einer Spezialmission. Mit Trailer!
Kinotipp: Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte

Die Geschwister Lucy (Georgie Henley) und Edmund (Skandar Keynes) verbringen ihre Ferien bei Onkel Harold und Tante Alberta - auch ihr Cousin Eustace Scrubb (Will Poulter) ist Zuhause. Sie können ihn nicht wirklich ausstehen, weil er ziemlich arrogant und eingebildet ist. Als sie ihm von ihren Abenteuern in Narnia erzählen, glaubt er ihnen nicht und hat nur Hohn und Spott für die beiden übrig. Auch sonst macht der unsympathische Verwandte ihnen das Leben nicht gerade leicht. Die beiden älteren Geschwister von Lucy und Edmund sind nach dem letzten Abenteuer in Narnias fantastischer Welt zum Studieren in die USA gegangen und können somit nicht helfen.

Als sie gemeinsam vor einem Gemälde stehen, auf dem das Schiff "Morgenröte" des inzwischen zum König gekrönten Kaspian (Ben Barnes) dargestellt ist, passiert etwas Ungewöhnliches: Sie werden alle drei in das Bild hineingesogen und landen in Narnia. Schlagartig verändert sich das Verhalten von Edmund, der seinen Verwandten nun doch glauben muss. Seine Begeisterung hält sich allerdings in Grenzen.

König Kaspian ist mit seinen Männern unterwegs, um sieben vertriebene Lords und ihre magischen Schwerter ausfindig zu machen, mit deren Hilfe er den Fluch der Insel "Dark Island" brechen will, um so die auf dem Eiland gefangenen unschuldigen Seelen zu befreien. Gemeinsam machen sie sich mit der Morgenröte auf die Reise und müssen einige Abenteuer überstehen. Sie treffen viele mystische Wesen, unter anderem Drachen und Zwerge und finden am Rand der Welt die Sieben Lords.

Lucy und Edmund treten mutig ihr drittes Abenteuer in Narnia an, in dessen Verlauf sich ihr Cousin erst mit der degenschwingenden Maus Reepicheep anlegt und sich schließlich noch in einen feuerspeienden Drachen verwandelt.

Raus aus dem Mittelmaß

Die ersten beiden Verfilmungen der Chroniken von Narnia sind leider nicht besonders gut gelungen. Die Story blieb in beiden Teilen flach, die Figuren farblos. "Die Reise auf der Morgenröte" könnte für die auf der Buchreihe des britischen Autors C.S. Lewis basierende Filmreihe der Sprung aus dem Mittelmaß sein. Die Handlung ist im Vergleich zum Buch natürlich ebenfalls sehr frei ausgelegt, aber zum ersten Mal lässt sich davon sprechen, dass der Charme der Bücher ab und an aufblitzt. Zudem wurde technisch vieles verbessert: Die Animationen sehen besser aus als in den anderen beiden Teilen und auch die Bildkomposition ist sehr gut gelungen. Hierzu hat sicherlich die Neubesetzung des Regiestuhls beigetragen: Andrew Adamson wurde durch Michael Apted ersetzt, der in seinem ersten Unterhaltungsfilm für Familien recht solide Arbeit leistet.

Die Schauspieler geben sich redlich Mühe - Ben Barnes zum Beispiel scheint sich in der Rolle des König Kaspian überaus wohlzufühlen und auch die Kinderdarsteller überzeugen im Großen und Ganzen. Besonders hervorzuheben ist dabei allerdings Will Poulter als nerviger Cousin Eustace, der mit herrlich schrullig-britischer Manier für einige witzige Momente sorgt. In den ersten zwei Dritteln des Films wissen Drehbuch und Erzählweise durchaus zu überzeugen. "Die Reise auf der Morgenröte" orientiert sich deutlich an der erfolgreichen "Fluch der Karibik"-Reihe und arbeitet in recht kurzer Zeit mehrere Stationen der Reise ab. Dadurch wird Langeweile ausgesperrt und die Geschichte kommt schon früh ordentlich in Fahrt. Auch wurde auf einigen Schnickschnack, der in den letzten beiden Filmen noch allgegenwärtig war, verzichtet. Die straffe Erzählweise lässt die Erwartungen aufkochen.

Leider bricht im letzten Drittel der Spannungsbogen etwas ein und der Zuschauer wird von einer Flut kitschiger Symbole und Spiritualitäten überschwemmt. Da gehen knallharte Action und Sprüche wie aus einem Erziehungsratgeber Hand in Hand. Zudem ist das Finale für die ganz kleinen Zuschauer deutlich zu spannend geraten. Beide Umstände trüben den ansonsten sehr guten Eindruck des Films ein wenig. Nichtsdestotrotz ist "Die Reise auf der Morgenröte" absolut sehenswert!

Kinotipp: Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte

Fazit

Zum Schluß hin schwächelt der Film, was vor allem am deutlich übertriebenen Moral-Kitsch festzumachen ist. Ansonsten bietet er aber eine Menge Action und Abenteuer.

"Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte" - ab 16. Dezember im Kino!

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