Kinotipp Kinotipp: Yogi Bär

Der gutmütige Bär Yogi lebt mit seinem Freund Boo Boo glücklich im Jellystone Nationalpark. Eines Tages aber soll der Park einem Luxushotel weichen. Klar, dass Yogi Bär das nicht zulassen will. Mit Trailer und Gewinnspiel!
Kinotipp: Yogi Bär

Yogi, ein freundlicher Bär mit Riesenappetit, wohnt glücklich und zufrieden mit seinem Freund Boo Boo im Jellystone Nationalpark. Seine größten Leidenschaften sind schlafen und den Touristen im Park ihre Picknickkörbe zu stehlen. Weil er bei Letzterem eine bemerkenswerte Kreativität beweist, ist Yogi überzeugt, deutlich schlauer zu sein als ein durchschnittlicher Bär. Dennoch macht ihm der eifrige Parkranger Smith ab und an einen Strich durch die Rechnung und verhindert seine Raubzüge. Boo Boo Bär unterstützt Yogi bei seinen manchmal sehr ungewöhnlichen Unternehmungen, obwohl er längst nicht so mutig ist wie sein großer Freund. Im Gegenteil ist Boo Boo äußerst ängstlich und beschränkt sich meistens darauf, Schmiere zu stehen und Yogi vor dem anrückenden Ranger zu warnen.

Eines Tages wird die Idylle des Jellystone-Parks gestört, denn der gierige Bürgermeister Brown stellt fest, dass die Besucherzahlen des Parks zurückgehen und damit auch die Einnahmen. Eine Lösung ist schnell gefunden: Der Park soll verkauft werden! Der Neubau eines Luxushotels soll mehr Menschen anziehen und die Kassen des Ortes wieder füllen. Das würde aber den Ausfall schöner Ausflüge in die Natur des Parks bedeuten. Und für Yogi fielen seine geliebten Picknickkörbe nunmehr aus. Schlimmer noch, er und sein Freund Boo Boo würden ihr Zuhause verlieren! Das darf auf keinen Fall zugelassen werden. Die beiden Bären verbünden sich mit Parkranger Smith, um den Verkauf des Parks zu verhindern und geraten bei ihren Bemühungen in haarsträubende Situationen. Yogi muss nun beweisen, dass er tatsächlich schlauer als ein durchschnittlicher Bär ist.

Kinotipp: Yogi Bär

Slapstick á la Yogi

Die Figur des Yogi Bär tauchte erstmals im Jahr 1958 in der Zeichentrickserie "Hucky und seine Freunde" auf und war beim Publikum bald so beliebt, dass er schon 1961 seine eigene Serie, die "Yogi Bär Show", bekam. Erfunden und gezeichnet wurde der gemütliche, immer hungrige Bär in den berühmten Hanna-Barbera Studios, in denen auch unter anderem die "Familie Feuerstein" und "Scooby Doo" entstanden. Inzwischen wurde die Produktionsfirma übrigens in "Cartoon Networks Studios" umbenannt und produziert weiterhin erfolgreiche Zeichentrickserien. Yogi Bär ist schon die zweite Figur des Studios, dass es in einen modernen Animationsfilm geschafft hat. Pionier war 2002 der Detektivhund Scooby Doo.

Schon die Serie "Die Yogi Bär Show" war nicht gerade für gut erzählte Geschichten berühmt, im Gegenteil: Ziemlich platt löste Yogi Probleme, die im Alltag des Jellystone-Parks auftraten und machte Ranger Smith das Leben schwer. Diese Probleme befassten sich zumeist mit Essen in jeglicher Form. Den Reiz der Serie machte die gelungene Mischung der Figuren - der draufgängerische Yogi, der ängstliche Boo Boo und der sehr korrekte Ranger Smith - sowie der schräg-witzige Slapstick-Humor aus. Die gute Nachricht: All das wurde von Regisseur und Effekte-Spezialist Eric Brevig sehr authentisch in den Film umgesetzt. Wer schon einmal eine Folge der "Yogi Bär Show" gesehen hat, der wird viele Details und den Stil davon im Film wiederfinden. Und wem die Serie gefallen hat, dem wird wohl auch der Film Spaß machen. Darauf nämlich zielt der Film ab: Das Publikum soll knappe anderthalb Stunden einfach nur Spaß haben. Dafür werden Kuchen in Gesichter geschmissen und Bären gegen Bäume katapultiert, dass der Kinosaal bebt. Ein Paar Gags bleiben da leider ganz klar auf der Strecke.

Fraglich ist, ob der Humor, der Yogi Bär ausgezeichnet hat, heute noch ausreicht, um mit aktuellen Animationsfilmen wie "Rapunzel – Neu verföhnt" oder "Megamind", die meist weniger Haudrauf- und mehr Situationskomik verwenden, mithalten kann. Die letzten Vertreter dieser Sparte, "Alvin und die Chipmunks" feierten allerdings weltweit Erfolge und somit wird sich auch für Yogi Bär ein Publikum finden. Und sei es nur, um der klassischen Serie zu gedenken.

Fazit

Fans der Serie werden sich an der guten Umsetzung des Klassikers erfreuen. Auch als Familienunterhaltung ist "Yogi Bär" durchaus zu empfehlen. Allerdings muss mit sehr platten Humor und reichlich Slapstick gerechnet werden, was nicht unbedingt jedermanns Sache ist.

"Yogi Bär" - ab 23. Dezember im Kino!

Gewonnen haben:

Markus H. aus Steinfurt

Johannes F. aus Bonn

Jarek B. aus Fischbach

Alexander J. aus Bad Homburg

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