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Kino-Tipps


Kinotipp: Megamind

Superschurke Megamind erringt einen großen Sieg: Er bezwingt seinen ewigen Widersacher Metroman und erlangt damit die Herrschaft über Metro City. Eines hat der Bösewicht aber nicht bedacht - ohne Gegenspieler ist sein Leben ziemlich langweilig. Mit Trailer!


 (Foto von: Paramount)
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Tief im Weltraum ereignet sich eine Tragödie: Zwei ganze Planeten werden in ein riesiges schwarzes Loch gesogen. Elternpaare von beiden Welten versuchen ihren Nachwuchs zu retten und so kommt es, dass gleich zwei außerirdische Babys - von jedem Planeten eines - in Raumschiffen Richtung Erde geschickt werden. Dort landet das eine im Haus eines reichen Ehepaars , das andere in einem Gefängnishof. So wachsen beide in sehr unterschiedlichen Umgebungen auf und entwickeln jeder für sich besondere Fähigkeiten. Der eine, der in einem guten Haushalt aufwuchs, verfügt über enorme Kräfte und kann fliegen. Er nennt sich Metroman und steigt bald zum Verteidiger der Stadt Metro City auf. Der andere Außerirdische ist hochintelligent und ein Genie, was Konstruktionen aller Art angeht. Von seiner Heimat im Knast geprägt, nennt er sich Megamind und wird der Superbösewicht von Metro City.

Die beiden liefern sich wilde Gefechte aus denen Metroman immer als Sieger hervorgeht und von der Bevölkerung Metro Citys gefeiert wird. Bis Megamind eines Tages der große Coup gelingt: Er lockt Metroman in eine teuflische Falle und besiegt ihn mit einer riesigen Strahlenkanone. Nicht nur Metro City, auch Megamind ist geschockt. Denn Megamind reißt die Macht über die Stadt an sich. Nach dem Freudentaumel aber folgt die Ernüchterung. Dem blauhäutigen Fiesling wird ohne Gegenspieler schnell langweilig. Um sich endlich wieder mit jemandem messen zu können, schöpft er deshalb kurzerhand einen neuen Superhelden, der die Stadt vor ihm beschützen soll: Den Titan. Das Experiment geht schief, denn der neue Superheld ist alles andere als heroisch oder edel. Schnell wird er zum neuen Bösewicht von Metro City und Megamind ist plötzlich ihr Beschützer ...


 (Foto von: Paramount)
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(Anti-)Held Megamind

Mit "Megamind" schickt das Animationsstudio Dreamworks ("Shrek") eine neue Figur in den ewigen Wettkampf mit dem großen Konkurrenzstudio Pixar ("Toy Story") - und die hat es in sich! Megamind überzeugt als irgendwie zu netter, hochintelligenter Bösewicht, der mit seinen groß angelegten Attacken auf Metro City wie ein vernachlässigtes Kind um Aufmerksamkeit kämpft. Ihm gegenüber stehen gleich zwei Gegenspieler: Der arrogante und scheinbar allmächtige Publikumsliebling Metroman und der im Gegensatz zu Megamind tatsächlich gefährliche Bösewicht Titan, der völlig außer Kontrolle gerät. Das Charakterdesign in den aktuelleren Dreamworks-Filmen unterscheidet sich zwar immer noch deutlich von Pixar, doch hat es inzwischen in etwa dasselbe Niveau erreicht.

Ebenso gut präsentiert sich das Drehbuch, das eine kurzweilige, witzige Geschichte erzählt, die mit Höhen und Tiefen versehen keine Wünsche offen lässt. Besonders auffällig ist, dass sich mit allzu albernen Slapstick-Einlagen weitgehend zurückgehalten wurde. Dadurch wurde eine große Konzentration auf die wirklichen Hauptfiguren erreicht, die der Story eine angenehme Tiefe verleihen. Regisseur von "Megamind" ist Tom McGrath, der schon bei "Madagascar" auf dem Regiestuhl Platz nehmen durfte. McGrath hat den Film nah am visuellen Konzept aktueller Comic-Adaptionen angesetzt, jedoch nicht auf die typisch unpassenden Proportionen der Figuren verzichtet, die sich in allen Dreamworks-Filmen finden. Damit bleibt das Studio auf bekannten Wegen, geht jedoch etwas weiter als bisher. In der deutschen Version von "Megamind" leihen übrigens einige Stars der Comedy-Szene den Figuren ihre Stimme. Mit dabei sind unter anderem Bastian Pastewka, Oliver Kalkofe und Oliver Welke.


Fazit

Mit "Megamind" landet Dreamworks einen kräftigen Seitenhieb gegen Konkurrent Pixar. Der blaue Anti-Held erobert Herzen und der Film überzeugt mit intelligenter Story, schöner Optik und tollen Einfällen.

"Megamind" - ab 2. Dezember im Kino!







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