Die Energiewende ist gut für das Klima - hat aber gravierende Auswirkungen auf Landschaft und Umwelt. Wir sprachen mit Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, über ein verkanntes Dilemma
Professor Ortwin Renn, Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung an der Universität Stuttgart, über die aktuellen Probleme der Energiewende und die daraus resultierenden Folgen
Die Nuklearkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat der Diskussion um eine Abkehr von der Kernenergie und eine Umstellung der Stromproduktion auf erneuerbare Energien wieder Aktualität verliehen. Wie und wie schnell könnte ein solcher Umstieg erfolgen? Und wie teuer würde er für die Verbraucher? GEO-Autor Jürgen Bischoff sprach darüber mit Dr.-Ing. Joachim Nitsch, 70, Seniorwissenschaftler beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, wo unter anderem die Konzepte für das Solarstromprojekt Desertec entwickelt wurden. Seit vielen Jahren ist Nitsch einer der führenden deutschen Experten auf dem Gebiet der regenerativen Energien und Mitautor der jährlich im Auftrag des Bundesumweltministeriums erarbeiteten "Leitszenarien für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland".
Die Bewegung kommt aus England und plant Weltbewegendes. Ihr Ziel: ein schneller Abschied vom Erdöl und Rückbesinnung auf lokale Wirtschaftskreisläufe - auf die sanfte Art. Erste deutsche Initiativen haben sich dem "Transition"-Netzwerk angeschlossen