Nordkap - Nordkapp

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Nordkap - Nordkapp

Nordkap - Nordkapp: 3 Sterne bei 4 Bewertungen

Das Nordkap, norwegisch Nordkapp, ist mit 71°10‘21‘‘ der nördlichste via Straße erreichbare Punkt Europas und liegt auf einer 308 m hohen Felsklippe am Rande des Eismeers. Die Landzunge Knivskjelodden westlich des Nordkaps liegt noch etwas weiter nördlich, ist aber nur über eine 9 km lange Wanderung erreichbar. Der nördlichste Festlandspunkt Europas – das Nordkap liegt auf einer Insel – ist das Kap Kinnarodden auf der Nordkinnhalbinsel und ist nur über eine anspruchsvolle Mehrtageswanderung erreichbar.

Die Straße zum Nordkap ist von November bis April für den individuellen Autoverkehr gesperrt. Während dieser Zeit gibt es aber, wenn die Wetterverhältnisse es zulassen, einmal am Tag eine Konvoifahrt für Busunternehmen, einen Linienbus ab Honningsvåg sowie organisierte Touren zum Nordkap.

Die Mitternachtssonne ist am Nordkap – sofern das Wetter mitspielt, und das tut es selten – vom 14. Mai bis zum 29. Juli zu sehen. Polarnacht herrscht vom 20. November bis zum 22. Januar.

Eintritt (Stand 2009):

Erwachsene: 215 NOK
Kinder (bis 14 Jahre): 75 NOK
Familienticket (2 Erwachsene, 2 Kinder): 505 NOK
Studenten: 140 NOK

Öffnungszeiten der Nordkapphalle (Stand 2009):

01.05. - 17.05: 11:00 - 15:00
18.05. - 31.08: 11:00 - 01:00
01.09. - 01.10: 11:00 - 15:00
01.10. - 01.05: 12:30 - 14:00

Das erlebten unsere Mitglieder

  • Nordkap - Nordkapp: Bewertet mit 4 Sternen
    debby83 25.07.09

    Gutes Wetter, wenig Touristen, eine grandiose Multivisionsshow, aber keine Toiletten

    Viel Negatives hatte ich im Vorfeld über das Nordkap gelesen. Sturmumtost und fast immer in Nebel gehüllt liege die karge Felsklippe im Eismeer, biete eigentlich nichts Sehenswertes, sei noch nicht einmal der nördlichste Punkt Europas und werde dennoch von Touristenmassen überflutet. Zumindest in diesen Punkten werden wir positiv überrascht: Zwar ist es bei unserem Besuch Anfang Juni 2009 kalt, nur um die 2°C, und die Mitternachtssonne versteckt sich hinter Wolken, doch die Sicht ist gut, von Nebel keine Spur. Natürlich sind wir nicht die einzigen Touristen, auf dem Parkplatz sammeln sich gegen Abend die Wohnmobile, darunter einige riesige „Reiseschiffe“, doch Massen sind es nicht und die große und weitläufige Nordkapphalle wirkt fast ein wenig leer und verlassen. Am berühmten Globus stehen wir sogar sehr lange völlig alleine und haben viel Zeit mit dem Selbstauslöser der Kamera ein wenig zu experimentieren. Sehr positiv überrascht sind wir auch von der Diashow, die in der Nordkapphalle gezeigt wird. Die neue, erst seit Anfang 2009 gezeigte Multivisionsshow, ist wirklich grandios. Großartige Aufnahmen, gute Musik, toller Schnitt und – obwohl ohne jegliche Erklärungen in Form von Sprache oder Text – mit interessantem Inhalt und sogar ein wenig Humor. Es ist die beste Multivisionsshow dieser Art, die ich jemals gesehen habe. Weniger beeindruckt sind wir allerdings vom Service am Nordkap. Wenn die Nordkapphalle geschlossen hat – und das ist selbst in der Hochsaison für immerhin 10 Stunden pro Tag der Fall – gibt es auf dem gesamten Gelände keine öffentlichen Toiletten. Von Duschen ganz zu schweigen. Und das obwohl man einen unverschämt hohen Eintritt bezahlt und neben vielen Wohnmobilfahren und Bustouristen auch erstaunlich viele Radfahrer und Rucksacktouristen zum Nordkap kommen, die ohnehin schauen müssen, wie sie hier die Nacht verbringen, denn auch zum Zelten gibt es keine extra Flächen. Das finde ich ehrlich gesagt schon eine Unverschämtheit, zumal der nächste Campingplatz zumindest für Leute die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind, ziemlich weit weg ist. Ich bin ja eigentlich nicht sehr anspruchsvoll, aber gerade an so einem Ort, an dem viele Menschen zusammenkommen und für den man zu dem auch noch viel Geld bezahlt, sollte es doch zumindest 24h lang zugängliche Toiletten geben. In einem Land wir Norwegen hätte ich das nicht erwartet.

    Die Natur auf dem Felsplateau ist karg, außer Stein und Fels gibt’s nur ein paar Moose und Flechten und den immerhin 308 m hohen Nordkappfelsen kann man, wenn man selbst oben drauf steht, nicht so wirklich wahrnehmen. Wer dies möchte, dem kann ich – gutes Wetter vorausgesetzt – nur die Wanderung zum Knivskjelodden, dem tatsächlich nördlichsten Punkt Europas empfehlen – eine wunderbare Tour und von dort hat man eine tolle Aussicht auf den Nordkappfelsen.

    Fazit: Dass es am Nordkap nichts Sehenswertes gibt, kann ich nicht unterschreiben – die Multivisionsshow ist absolut sehenswert und hätte 5 Sterne verdient. Und einmal selbst an dem viel fotografierten Globus gestanden zu haben ist zumindest für uns irgendwie schon ein schönes Erlebnis, das 4 Sterne verdient hätte. Der Service am Nordkap aber ist (außerhalb der Öffnungszeiten der Nordkapphalle), noch zudem angesichts des sehr hohen Eintrittspreises, allerdings katastrophal und hat eigentlich gar keinen Stern verdient. Da fällt eine Gesamtbewertung nicht leicht. Die Tour zum Knivskjelodden war für mich wesentlich beeindruckender als der Besuch am Nordkap, doch auch dieser war ein schönes Erlebnis.

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  • Nordkap - Nordkapp: Bewertet mit 3 Sternen
    BernieMayer 03.09.09

    North Cape

    Wir haben das Nordkapp im Juni 2004 wettertechnisch 2-geteilt erlebt.
    Da es nach unserer Ankunft bei unserem Rorbua (von North Cape Cabins, nördlich von Honningsvag) erst knapp 16.00 Uhr ist machen wir uns noch auf zum Nordkapp - doch es begrüsst uns mit + 1° & Schneefall... da die Fernsicht auch gleich Null ist, sind uns die 190,- NOK pro Person zuviel und wir fahren wieder retour und hoffen auf besseres Wetter morgen früh.
    Doch 1. kommt es anders und 2. als man denkt: Um 21.00 Uhr beginnt es aufzuklaren und die Sonne kommt durch, somit entscheiden wir uns, jetzt nochmal unser Glück zu versuchen und fahren nochmal auf's Nordkapp. Es ziehen zwar immer wieder Wolkenfetzen durch, aber dazwischen kommt immer wieder die "Mitternachtssonne" zum Vorschein und die Fernsicht ist auch gut. Für den schweineteuren Eintritt kann man zwar einiges sehen, aber das Gefühl des Touri Nepp wird man nicht so ganz los. Wir bleiben bis 1.00 Uhr (da schließt das Museum) und da das Wetter noch passt entschliessen wir uns zu einer "Nachtwanderung" in Skarsvåg zum Kirkeporten. Nach 30 minütigem Marsch über den Berg zieht vom Meer ein Schnee-Eis-Regenschauer herein, somit kommen wir zwar bis zum Kirkeporten und haben einen schönen Blick zum Hornvika aber der Blick durch den Kirkeporten zum Hornvika geht sich nicht mehr aus.
    Alles in Allem gehört der Besuch des Nordkaps zu einem Nord-Skandinavien Urlaub aber einfach dazu.

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  • Nordkap - Nordkapp: Bewertet mit 3 Sternen
    BerndBasenau 07.01.09

    Das Nordkap - nördlichster Punkt Europas

    71o 10´ 21´´ der nördlichste Punkt, den wir bisher erreicht haben: das Nordkap. Die 307 m hohe Felsklippe wird seit 1664 als der nördlichste Punkt Europas besucht. Vom 14. Mai bis 30. Juli scheint (auch wenn man sie nicht sehen kann) die Mitternachtssonne. Selten gibt es hier gutes Wetter (ca. 10 % der Saison) meist liegt die Klippe in dichtem Nebel, starkem Regen oder Schneesturm. Dementsprechend sind hier die Temperaturen (im Juli durchschnittlich 10oC). Einen echten Nordkap-Fan kann dies jedoch nicht davon abhalten, sich hier wohl zu fühlen. Auf dem Aussengelände können die Weltkugel, das Denkmal "Kinder der Welt" und das Nordkapcenter besichtigt werden. Der Ausblick (wenn möglich) auf das Eismeer und die phantastische Natur gehört natürlich auch dazu.

    Nordkapphallen:
    Der in den Nordkapfels gesprengte 5000 m2 große Bau beinhaltet neben Souvenir-Shop, Postamt, Bars und Restaurants den Super-Videographen, eine Kapelle, ein Thai-Museum und eine Hochzeitssuite. Die architektonische Gestaltung dieser Anlage ist so weiträumig und offen, daß wir selten das Gefühl hatten, uns in einem Gebäude zu befinden. Unsere besondere Aufmerksamkeit widmeten wir der Kapelle. Sie ist eine gelungene Mischung aus Stein, Eis und Nordlicht. Der kleine Raum ist einer der wenigen geweihten Orte, die wir kennen, die wirklich Ruhe ausstrahlen.

    Unsere Diashow Nordkap:
    http://www.youtube.com/watch?v=NonM9DCIP-U

    Weitere Infos, Bilder und Videos haben wir unter:
    http://www.sandra-bernd.de

    Bilder von BerndBasenau zu Nordkap - Nordkapp

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  • Nordkap - Nordkapp: Bewertet mit 5 Sternen
    Transitfrei.de 23.02.11

    urgewaltiges Ziel auf dem Weg immer nach Norden

    Eins gleich mal vorweg: Für das Nordkap muss man ein Fable haben!
    Wer das Nordkap schon vom Namen her nicht anziehend findet, wird auch bei einer körperlichen Ankunft an selben nicht sonderlich begeistert sein.
    Es ist auch gar nicht so sehr das Felsmassiv, die Mitternachtssonne oder die Aussicht auf das Polarmeer. Und kaum ein Ort wie die Insel Magerøya (auf der das "Nordkap" liegt) ist so unwirklich auf dieser Erde, wie dieser!
    Stein, Fels, wenig grün und absolut mondlandschaftlich haben wir diese Einöde empfunden und wenn dann noch absolute Tristesse in Form von Nebel, Regen und unglaublich starkem Wind bis zu Sturmböen hinzukommen, möchte man am liebsten in der Karibik im seichten Meer oder am Strand stehen.

    Und dennoch: Das Nordkap zieht jedes Jahr tausende Urlauber magisch an und auch wir sind dem Ruf dieses legendären Ortes im Sommer 2006 gefolgt, um wenigstens einmal diesen erhebenden Augenblick zu spüren, wenn man es bis hier hin an die Nordkapkugel geschafft hat.
    Von den mitteleuropäischen Gästen haben sicherlich viele (so auch wir) tausende von Kilometern zurück gelegt und Unsummen in norwegische Fährgesellschaften, Tankstellen oder Fluglinien investiert.
    Und nicht selten fragt man sich: "Wie macht man dies am Besten?"
    Wer sich gerne bedienen lässt, probiert es mit den Hurtigrouten!
    Die norwegischen Postschiffe sind heute längst auf Passagier- und Kreuzfahrerverkehr eingestellt und bringen die Touristen hoch bis ans Polarmeer.
    Die letzten Meter wird man dann von einem geeigneten Hafen (z.B. Honnigsväg) zweifelsohne mit dem Bus zurücklegen, was allerdings nicht selten in einer komprimierten Besuchsform am Kap ausartet. Denn mit einem zusammen fallen noch einige Hundert andere Touristen dort oben ein, stürmen das kleine thailändische Museum, die Nordkaphalle, die Kapelle oder die Grottenbar, lümmeln sich in den Kinosesseln oder genießen bei gutem Wetter die Aussicht auf das Polarmeer und die eiserne so markante Metallkugel.

    Wer hingegen Spass an einer individuellen Reise hat, wird sich vielleicht eine Reise mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen überlegen. Dies stellt nämlich eine vergleichsweise kostengünstige Anreisemöglichkeit dar, da ganz Skandinavien (ob nun auf dem Landweg via Schweden / Finnland über die E 4 / E 75; oder über Norwegen direkt auf der E 6) über zahlreiche gute Campingplätze auf der Reise verfügt.
    Auch wir haben uns eine solche Reise zugetraut und ein Wohnmobil hierfür gemietet, was wir (trotz eines Überfalls) im Nachgang nicht bereut haben.
    Schon die ganze Route bis in den hohen Norden ist spätestens beim Überqueren des Polarkreises ein einzigartiges Erlebnis, was wir jedem Reiseverücktem ohne Angst vor viel Kilometerfresserei wärmestens empfehlen können.

    Und ist man dann oben am Nordkap auf eigenen Rädern angekommen, ist das stolze Gefühl in der Brust noch ein ganz klein wenig stolzer, als wenn man mit Bus oder Schiff sich hat an diesen Ort bringen lassen.

    - Team Transitfrei bereiste im Juni 2006 das Nordkap im Rahmen einer Hochzeitsreise mit dem Wohnmobil.
    Ein paar private werbefreie Aufzeichnungen dazu finden sich hier: http://www.transitfrei.de

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